Blake Rose: Vom Straßenmusiker zum gefeierten Künstler

Der Song "Lost" aus dem RTL-Trailer

Im RTL-Highlight-Trailer vom Februar ist der Track “Lost” von Blake Rose* zu hören. Der in Australien geborene Sänger, Songwriter, Multiinstrumentalist und Produzent strukturiert jeden Baustein seiner Klangbauwerke aus luftigen Gitarren, weiten Beats, nachdenklichen Texten und seinem gefühlvollen, ausdrucksstarken Gesang.

Lost

Blake Rose entdeckte sein Talent im Auto

Blake wuchs in einer “Nomadenfamilie” auf und entdeckte seine Stimme auf den langen Autofahrten zu diversen Campingplätzen im australischen Hinterland. Er steckte sich die Kopfhörerin die Ohren und sang auf dem Rücksitz zu Simple Plan, Eminem und Coldplay. Mama und Papa waren beeindruckt und meldeten ihn mit 13 Jahren zum Gesangsunterricht an. Sein Lehrer ermutigte Blake, eigene Songs zu schreiben. Kurze Zeit später zeigte ihm ein Freund ein paar Akkorde auf der Gitarre und da war es endgültig um Blake geschehen – er war “komplett hypnotisiert und das Instrument ließ mich nicht mehr los”. Mit 14 nahmen ihn seine Eltern wieder mit auf eine dreimonatige Rundfahrt über den Kontinent – und diesmal war die Akustikgitarre und der Laptop mit von der Partie. Blake saß hinten im Auto, betrachtete die spektakuläre Landschaft, zupfte ein paar Akkorde, schrieb Songs und experimentierte mit der Produktion. Am Ende der Reise war ihm klar: “Das will ich immer machen!”

Zur gleichen Zeit begann er, Straßenmusik zu machen, um sich eine Klassenfahrt nach Sri Lanka zu finanzieren. Mit seinem Repertoire aus Pophits von Ed Sheeran und Jason Mraz und Klassikern von Leonard Cohen und Cold Chisel begeisterte er Passanten und manchmal auch ein Publikum, dass sich spontan zusammenfand. Nach einem Jahr an der Kunsthochschule “West Australian Academy of Performing Arts” (an der auch der Oscar-Nominee Hugh Jackman und Dacre Montgomery von Stranger Things studierten) wurden immer mehr Leute auf ihn aufmerksam. Sein Ruf erreichte sogar Los Angeles.

Während der nächsten zwei Jahre machte er weiter Straßenmusik, spielte kleine Konzerte und ging sogar von Tür zu Tür, um CDs zu verkaufen und mit den Einnahmen seine regelmäßigen Flüge nach Kalifornien zu bezahlen. Ende 2018 präsentierte er seine Independent-Debütsingle “Hotel Room”, die von Spotify auf der New Music Friday-Playliste platziert wurde. Mit “Lost” setzte er den Erfolgskurs 2019 fort. Mittlerweile hat die Single über 30 Millionen Streams erreicht. Kurz nach Erscheinen von “Lady” kam Anfang 2020 der Track “Gone” und wurde in den ersten Wochen mehr als eine Million Mal gestreamt.

„Ich versuche, den Hörern ein echtes Erlebnis zu bereiten"

Zu dieser Zeit kristallisierte sich auch Blakes gitarrenlastiger Alternative Pop heraus, geprägt von strahlenden, satten und sphärischen Gitarrensounds und einem Kontrastprogramm aus sparsamen Beats, außergewöhnlichen Extras und gefühlvollem Gesang. “Was alle Songs verbindet, ist die Gitarre”, führt er aus. “So schreibe ich normalerweise. So nimmt alles seinen Anfang.”

Die nächste Phase startet Blake mit der Single “Rest Of Us”. Ein zartes und sparsam eingesetztes Klavier öffnet die Tür für ein eingängiges und ehrliches Geständnis, welches lautet: “Yeah, we’re just kids, man, and we’re all fucked up. All these old guns say that we dream too much…But though you wasted all your love, you can’t talk for the rest of us.”

“Es ist ein Stinkefinger für alle, die nicht wollen, dass man seinen Traum verwirklicht”, erklärt er. “Ein Freund von mir wollte eine ganze Zeit lang Musiker werden, aber sein Vater hat ihn kein bisschen unterstützt. Das war wahnsinnig anstrengend für ihn und letztendlich hat er diesen Traum nicht weiterverfolgt. Das ist unglaublich schade und es gibt bestimmt sehr viele Leute da draußen, die in einer ähnlichen Situation sind und die ihr Talent nie werden zeigen können. Auf dieses Thema wollte ich eingehen und zwar mit einem Song, der die Talente bestärkt und allen, die unter einer solchen Situation leiden, Mut macht, dranzubleiben und sich nicht von gesellschaftlichen Normen einengen zu lassen, und schon gar nicht von Menschen, die meinen, dein Leben kontrollieren zu müssen.”

Der Nachfolger “The Lookout” mit Downstrokes auf der Akustikgitarre und minimalistischer Produktion beschreibt in aller Offenheit eine unvergessliche, aber nicht erwiderte Liebe.

“Das ist einer der wenigen Songs, der eine echte Begebenheit aus meinem Leben wiedergibt”, sagt Blake. “Es ist ganz genau so passiert. Ich habe mich nach nur einer Woche in ein Mädchen verliebt, aber darüber hinwegzukommen dauerte sechs Monate. In dem Song erzähle ich, wie wir uns getroffen haben und warum es nicht funktioniert hat.” Weiter erklärt er: “Ich versuche, den Hörern ein echtes Erlebnis zu bereiten. Um das zu erreichen, feile ich wirklich lange an den einzelnen Elementen und erschaffe ein Universum, in das man eintauchen kann. Egal ob die Geschichte eindeutig ist oder relativ vage bleibt, die Songs haben immer eine gewisse Tiefe und ich hoffe, dass die Leute sich darauf dann einlassen können und die Songs so zu einem Teil ihrer Geschichte werden.”

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