Habibi Kiosk: Kritisches auf Münchner Nobelmeile

München – Seit Anfang Februar gibt es den Habibi Kiosk, einen umgebauten Kassenraum mit großen Fenstern an der Maximilianstraße.

Dort könnten sich alle einfinden, “die auf der Suche sind, nach Wahrheit, Schönheit, Glück und Unglück – mit aber auch ohne Maserati unter’m Arsch”, hatte das Theater zum Start von Mundels Intendanz im Herbst angekündigt.

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Das mit dem Einfinden klappt momentan nicht. Dafür bietet der Kiosk Einblicke etwa bis zum 26. März mit der Ausstellung “Through a Window” der syrischen Künstlerin Sulafa Hijazi. Ihre digitalen Kunstwerke verändern sich, je nachdem, aus welchem Blickwinkel man sie durch die Fenster betrachtet. Und hin und wieder tummeln sich im Kiosk Menschen, so bei “Dr. Bergs Ferndiagnosen” mit Fabian Moraw oder der “Habibi Keks Radioshow”, alles auch im Internet zu sehen.

Ein Kiosk für Tanztees, Gesprächsrunden, Konzerte

Doch eigentlich ist der Kiosk als Treffpunkt gedacht für Leute verschiedenster Herkunft und Kultur, mit Tanztees, Gesprächsrunden, Konzerten und anderem. “Wenn wir gemeinsam Zukunft gestalten wollen, dann brauchen wir Antworten von allen. Nur wenn wir Perspektiven abseits der öffentlichen Wahrnehmung einbeziehen, kommen wir gestärkt aus der Krise heraus”, sagen die Kuratoren Sebastian Reier und Rania Mleihi, die mit dem Goethe-Institut kooperieren.

Die Themen sind vielfältig, von den Schicksalen von Migranten, über die Lage von Künstlern bis hin zur Armut im reichen München.

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Und das auf der Nobelmeile, wo Edelmarken wie Chanel, Bulgari oder Gucci residieren und teure Sportwagen vorfahren. Mit dem konsum- und gesellschaftskritischen Kiosk haben die Nachbarn wohl kein Problem.

“Von dort kommen extrem gute Signale”, berichten Reier und Mleihi. Auch Gutbetuchte sind zudem willkommen: “Wenn alles gut läuft und wir die Tür für Publikum öffnen können, wird es ein Ort an dem Menschen zusammenkommen, die sich sonst nicht treffen.”

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