Jasmin Wagner & Aaron Troschke: Podcast-Reise in die 90er

Im Interview

Jasmin Wagner alisas Blümchen und AAron Troschke feiern die 1990er im “MTV BACK FOR GOOD”-Podcast …

… mit vielen Gästen aus dem Jahrzehnt. Im OK!-Interview sprechen die beiden Hosts über … 

… ihre persönlichen Erlebnisse in den 90er Jahren und was es in ihrem neuen Podcast zu hören gibt. 

90er-Star Jasmin Wagner, 40, alias Blümchen sowie Youtuber und PBB-Gewinner Aaron Troschke,31, reisen in ihrem neuen „MTV BACK FOR GOOD“-Podcast in die 1990er zurück und feiern eines der schönsten und schrillsten Musik-Jahrzehnte, wie sie im OK!-Interview berichten …

„MTV BACK FOR GOOD“ feiert die 90er Jahre

Wie wäre es mit einer Reise in die 1990er? Nachdem der Musiksender MTV das einflussreiche Musik- und Mode-Jahrzehnt in den vergangenen zwei Wochen rund um die Uhr gefeiert hat, gibt es „MTV BACK FOR GOOD“ jetzt jeden Werktag um 16 Uhr zu sehen. Als Sahnehäubchen gibt es seit dem 5. Oktober dazu einen zweiwöchentlichen Podcast, der gemeinsam von der 90er Ikone Jasmin Wagner alias Blümchen und dem Youtuber und „Promi Big Brother“-Gewinner aus 2014, Aaron Troschke, moderiert wird!

In den ersten sechs Folgen begrüßen die beiden Hosts verschiedene Studiogäste, die allesamt die 90er auf ihre Art und Weise erlebt haben: Den Auftakt machen Bürger Lars Dietrich und Enie van de Meiklokjes, gefolgt von Eko Fresh, Riccardo Simonetti, Dr. Motte, Marcel Ostertag und Loona in den folgenden Episoden.

Zwischen Glasfaserleuchte und Boygroup-Poster kommen kleine Geheimnisse und fast vergessene Gänsehaut-Momente ans Tageslicht! Im OK!-Interview sprechen Jasmin Wagner und Aaron Troschke über ihre ganz persönlichen Erlebnisse mit den 90ern und was es alles im „MTV BACK FOR GOOD“-Podcast zu hören gibt:

OK!-Interview mit Jasmin Wagner alias Blümchen und Aaron Troschke

Was verbindet ihr mit den 90ern?

Aaron: Mich verbindet mit den 90s, dass ich in dieser Zeit aufgewachsen bin. Bis 1995 weiß ich tatsächlich gar nichts mehr, aber natürlich danach ist die Zeit, in der ich mich als Persönlichkeit entwickelt habe sehr krass gewesen und natürlich freut man sich, wenn man Filme im Kino mitbekommen hat, wie Titanic, Forrest Gump, also die ganzen Filme haben mich sehr geprägt. Musik muss ich sagen, da bin ich erst so ab 98/99 reingekommen. Loona habe ich voll mitgekriegt, Lou Bega … „I’m Blue“ habe ich rauf und runter gehört. Und das waren für mich so die Knaller in Sachen Musik. Sonst ist es einfach ein schönes Jahrzehnt.

Jasmin: Hattest du auch ein Blümchen-Poster an deiner Wand?

Aaron: Ich hatte kein Blümchen Poster an der Wand, weil alle waren immer weg aus der Bravo (lacht). Ich habe mehrfach Leserbriefe hingeschickt, was das soll, aber ich hatte nie eins.

Jasmin: Ich habe natürlich eine ganz interessante Verbindung mit den 90ern, weil ich einerseits Teenager war, also komplett beeinflusst davon, aber gleichzeitig auch Popstar. Heute würde man sagen, dass ich diejenige war, die Leute „geinfluenced“ hat und Einfluss auf die Menschen hatte. Junge Mädchen haben die Haare so getragen wie ich, Jungs wollten abnehmen, um für mich attraktiver zu sein. Es gibt Menschen, die haben mein Gesicht auf ihrem Körper tätowiert. Ich bin also doch eigentlich ein Rockstar!

Was macht die Musik der 90er aus?

Jasmin: Die Musik der 90er ist wirklich vielfältig. Wir denken, glaube ich , recht schnell daran, was wir Euro-Trash nennen heutzutage – an bunt, poppig, quietschig, laut, Techno. Wenn man aber da einfach drunter guckt, ist es auch einfach das Jahrzehnt des Grunge, es ist das Jahrzehnt der elektronischen Musikentwicklung. Was heute in den Samples überall vorkommt ist sehr 90er-orientiert. Die 90er sind dementsprechend gar nicht so zu belächeln gewesen.

Aaron: Heutzutage ist die Musik relativ gleich. Du weißt, dass die Nummer 1 von gestern die gleiche sein wird, wie die von heute. Was ich in den 90ern gut fand ist, dass es damals unterschiedlich war. Da war mal Blümchen auf der eins, und einen Tag später war es eine Ballade, danach war es ein Rocksong und das war gut, dass es so vielfältig und bunt war. Nie wusstest du, was nächste Woche durch die Decke gehen und wonach alle schreien würden. Das ist so toll.

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Jasmin: Auf eine Art und Weise haben wir eine ganz andere Verbindung zu diesen Stars und diesen Liedern, weil man noch nicht von allen Seiten mit neuer Musik zugeballert wurde und man kannte die Interpreten – man wusste wie sie aussahen, man wusste, wie das Cover aussieht. Heute höre ich Lieblingslieder und ich weiß nicht, von wem die kommen oder wie sie aussehen, weil das sagt mir Spotify eben nicht. Früher hat man sich ganz anders mit seinen Stars verbunden.

Was sind eure Lieblingssongs aus den 90ern?

Jasmin: Mein ultimatives Lieblingslied aus den 90ern ist „Rythm is a Dancer“. Das hat eine große Strahlkraft. Das ist einfach ein Lied mit viel Energie, das mitreist. Sehr interessant dabei ist auch, dass es in Deutschland produziert wurde, dieser Welthit.

Aaron: Bailandoo, Bailandoo… Das mit „I’m Blue“ ist so das erste, was mich gecatched hat.

Jasmin: Du hast recht, dieser Beat! Ich finde, auch wenn man heute diesen Beat anmacht – der reißt alle mit. Das war genial.

Aaron: Das war tolle Musik. Das Lied hat mich sehr mitgerissen. Rap zum Beispiel hat für mich erst mit Aggro-Berlin angefangen. Eminem ist zwar weltklasse, höre ich immer noch sehr, sehr gerne. Aber wirklich trotz allem „I’m blue“.

Jasmin: Ich finde es wirklich spannend, dass wir in einer Zeit leben, in der die 90er so präsent sind, wie nie. Das ist in der Kleidung so, das ist in den Designs so, das ist in der Musik so. Wirklich spannend, hätte ich nie für möglich gehalten, dass Buffalos zum Beispiel wieder getragen werden.

Wie hat sich die Musikwelt seit den 90ern aus eurer Sicht verändert?

Jasmin: Ich habe einen neuen Plattenvertrag unterschrieben und habe im Lockdown mein Album quasi geschrieben, aufgenommen und produziert und mir fiel natürlich auf, dass die Musikbranche komplett anders ist. Die Musikbranche, die ich kennengelernt habe, die gibt es so nicht mehr. Seien es die Budgets oder auch die Wege, die man da gehen musste. Es gab ja nur zwei Fernsehsender, in denen du dein Video platzieren musstest und das ist heute ganz anders. Ich habe viel mehr Möglichkeiten, selbst auf meine Sachen aufmerksam zu machen, aber jeder hat diese Möglichkeiten, weshalb es schwer ist, sich da durchzusetzen bei allen Angeboten. Grundsätzlich ist mehr Eigenverantwortung vom Künstler gefragt und die Bindung zu den Fans hat man jetzt einfach anders. Man ist viel direkter verbunden durch digitale Medien. Das muss ich noch lernen. Es ist ein anderer Stil.

Früher gab es eine ganz klare Haltung zu Zuhause, da kann niemand reingucken, das ist mein Schutzbereich. Jetzt wird von Zuhause, aus den Schutzbereichen, agiert. Ich begrüße die Leute morgens beim Frühstück. Sie sehen, wie ich mein Porridge so mache, wie es jeder andere auch macht. Und das kommt gut an, das ist gefragt. Das ist jetzt gewünscht, einfach menschlich zu sein. Früher gab es nur die Inszenierung, die die Leute gesehen haben. Man sah Menschen nur im Fernsehen, auf den Postern, Bildern, den Fotostorys – es war immer eine Inszenierung dabei. Heute ist ein Star viel nahbarer, man sieht ihn ungeschminkt, in allen Lebenslagen, mit seinen Freunden, wenn er eine Maske trägt. Auch mal in ehrlichen Momenten, wie Katy Perry neulich im Still-BH. Ich finde das sympathisch. Es ist einfach nur anders. Ich kann dadurch mehr zeigen, wer ich bin.

Aaron: Ich muss sagen, außer dass ich in den 2000erJahren mehr auf Rap hängen geblieben bin, höre ich die 90er Musik sehr gerne. Die neue Musik catcht mich nicht so gut. Wenn man mal überlegt, was ich aus den 90ern alles höre und zwar wirklich gerne höre… ich bin auch jemand, ich habe mir früher eine CD gebrannt und die lief dann ein halbes Jahr durch in meinem Auto. Solange, dass meine Schwester irgendwann gefragt hat: Sag mal geht es noch? Aber die Lieder mag man, die hört man gerne. Heutzutage ist es für mich schwerer einen Titel lieben zu lernen. Vielleicht weil ich auch nicht mehr so jung bin und nicht mehr so die Emotionen dazu habe und nicht denke: Ohhh ok, da hatte ich meinen ersten Kuss, da war ein schöner Tag… Deswegen ist die 90s Musik bei mir auf dem Handy ganz krass vertreten.

Was ist denn der beste Lovesong aus den 90s?

Jasmin: Alles von Bryan Adams!

Aaron: Für Liebeslieder war ich in den 90s noch zu jung. Da dachte ich noch, dass man die Kinder bei Otto bestellt. (lacht).

Jasmin: Bryan Adams hat so schöne Balladen gemacht. Oder Meatloaf. „Don’t Speak“ von Gwen Stefanie!

Aaron: Der war mir zu schnell, dafür dass er mich catchen sollte. Wie feiert MTV die 90er?

Jasmin: MTV hat ja letztens erst mit der großen 90er-Offensive angefangen und das haben meine Freunde und ich mitbekommen und uns schrecklich darüber gefreut, weil auf einmal hatte man wieder so Zugang zu all diesen Emotionen. Das sind konservierte Emotionen und sobald man die Musik hört, ist man wieder voll drinnen. Und darüber zu reden, wie es damals so war, ist auch für mich eine schöne Begegnung mit meinem früheren Ich und all den Sachen, an die man ewig nicht gedacht hat, wie Geschmäcker, oder was man getragen hat, die Art und Weise wie man ausgesehen hat. Ich geh gerne zurück in diese Schmerzzone, weil die 90er haben natürlich auch sehr viele scheußliche Bilder produziert. Wie wir da alle aussahen… Das ist eben etwas, was eine ganze Generation gemeinsam hat. Aaron war damals in seiner Jugend und ist die Brücke zu der Generation, die die 90er besser kennenlernen wollen. Das ist einmal unser Auftrag und der andere ist, sich gemeinschaftlich zu erinnern und diese Zeit erleben zu dürfen. Wir sind alle froh, heute zu leben. Aber wir sind wer wir sind durch die 90er.

Aaron: Also der Podcast ist für mich sehr spannend, eben weil ich die 90er nur zu einem Teil mitbekommen habe. Und ohne gemein zu sein, aber mit Jasmin ist es wirklich ein bisschen so wie „Oma, erzähl mal!“. Sie erzählt Sachen, klar, die hat man gehört, aber Jasmin kennt die Sachen persönlich, wie die Band Echt oder Bravo-Ottos, die ich nur aus dem Fernseher kannte! Jasmin war da, hat die Stars kennengelernt, das alles erlebt, erzählt, dass sie mit Missy Elliot Arsch an Arsch getanzt hat. Das sind einfach so Sachen, sowas wird man nie wieder kriegen. Und das ist echt krass! Wer kennt es nicht, dass die Stars aus der Kindheit viel mehr wert sind, als die Neuen. Ich kriege es ja mit, ich würde alles dafür tun mit meinen Kinderstars was zu machen. Und jetzt hinter die Kulissen schauen zu können, Jasmin erzähl mal hier, erzähl mal da, ist super spannend.

Jasmin: Also falls sich die Oma noch erinnert… Also ich bin Zeitzeugin, das macht mich stolz. Ich tauche auch einfach in meine Jugend zurück. Ich war ja nicht nur ein Popstar damals, sondern selber auch ein Mensch, der sich von den Einflüssen hat beeinflussen lassen und sich entwickelt hat – prachtvoll entwickelt hat. Insofern ist es einfach eine große Freude.

Habt ihr Gäste?

Aaron: Wir haben verschiedene Gäste da. Wir haben Moderatoren da, die uns zurück in die Fernsehwelt entführen und sagen: Schau mal, so war das! Wir haben Modedesigner da, die uns sagen: Schau mal, so haben die damals ausgesehen, das habe ich getragen. Wir haben Musiker da, die erzählen uns: ey, ich war da und da, habe den und den getroffen. Ich werde nie vergessen, wie ein Eko Fresh sagt: Ey, ich hab mit Pink gechillt! Whaaat? Wie krass ist das denn bitte? Wir haben durch unsere Gäste ganz krass viele Einblicke und man ist sofort wieder drin, das ist ganz ganz toll. Und es sind vor allem Größen aus den 90ern. Das sind Leute, die sie mit geprägt haben. Egal wie.

Jasmin: Ich finde, man verliebt sich wieder neu in die 90er, weil man so viel entdeckt. Ich habe mich keine Sekunde gelangweilt. Ich wollte jeden Gast länger bei uns behalten und freue mich immer auf die neue Folge. Ich hoffe, das geht auch unseren Zuhörern und Zuschauern so.

Aaron: Alleine Dr. Motte! Da haben wir eigentlich nur die Klappe gehalten und zugehört, was der von der Loveparade erzählt hat. Man kriegt Gänsehaut ohne Ende!

Jasmin: Das ist tatsächlich auch das Interessante – als der Dr. Motte gemacht hat, was er gemacht hat, hatte er ja nicht geahnt, was für einen Effekt das auf die Welt haben würde. Aber die Welt ist durch ihn eine andere geworden. Das ist so krass. Das ist eine Legende.

Aaron: Und immer wenn wir überlegen, ploppen ganz viele neue Dinge auf: Das war groß, dies war groß, das war krass… Und genau das macht die 90s aus und das macht auch den Podcast aus. Die ganz verschiedenen Gäste erzählen ihre Sicht der 90er.

 

 

Jasmin: Die 90er sind das kleine große Jahrzehnt.

Aaron: Mein Lieblingsmoment vom Podcast war – und es haben mich wirklich alle Gäste geflasht – Dr. Motte und am Ende war ich wirklich so an seinen Lippen gefesselt und als er geredet hat, seine Vorstellungen, die Entwicklungen, und alles drum und dran, konnte ich nur denken: Erzähl weiter, bitte erzähl weiter und bleib hier. Er hat natürlich mit der Loveparade, die ich als Berliner noch mitbekommen habe, so viel geschaffen und das war super spannend.

Jasmin: Man hört den Podcast, um auf eine Reise zu gehen, sich zu erinnern, Freude zu haben.

Aaron: Um sich auch aufzuheitern, in den aktuellen Zeiten.

Jasmin: Und um ehrlich indiskrete Momente zu erleben!

Aaron: Bei uns kriegt man natürlich das volle Paket 90er. Die Mischung ist richtig gut, weil Jasmin viel erklärt, für Leute, wie mich, die nie so richtig drin waren und man kriegt einfach 100% 90er aus allen Blickwinkeln. Schön und unschön. Aber auch super interessante Sachen: Mit wem hat Jasmin geknutscht? Mit wem hat Enie Van De Meiklokjes geknutscht? Das ist alles super spannend und das hat man früher nicht mitgekriegt. Endlich packen sie alle aus!

Jasmin: Genau, Blümchen, die wahre Geschichte bei MTV BACK FOR GOOD!

Welche Projekte habt ihr aktuell neben dem Podcast noch?

Aaron: Mein Job ist es normalerweise auf YouTube Klamauk-Videos zu machen und das mache ich sehr gerne, aber so ein Podcast ist eine tolle Abwechslung. Als ich gehört habe, dass Jasmin auch mit macht, war ich sofort dabei. Der MTV Podcast ist das größte Projekt aktuell, da stecken mein Herz und meine Seele drinnen!

Jasmin: Ob Jeanette Biedermann keine Zeit hat, hat er gefragt (lacht). Bei mir kommt dieses Jahr meine erste neue Single raus und nächstes Jahr dann das Album! Ich habe mich lange gefragt, wie soll Blümchen heute klingen? Positivität, Energie, im Moment sein und das habe ich versucht in ein heutiges Gewand zu packen und natürlich wollte ich meine elektronische Herkunft nicht verleugnen, die ist nach wie vor wichtig. Fette Beats und tolle Melodien in einem neuen Soundgewand! Und in Folge dessen: Weltherrschaft.

Aaron: Verfolgt Jasmin und mich einfach auf Instagram.

Liebe Jasmin, lieber Aaron, vielen Dank für das Gespräch!

Die erste Folge von MTV BACK FOR GOOD ist ab sofort auf Spotify, Soundcloud, Deezer, Apple Podcasts und überall dort, wo es Podcasts gibt, verfügbar. Für Podcast-Fans, die sich auch was fürs Auge wünschen, erscheint der Podcast am 11. Oktober auch auf dem YouTube-Channel von MTV Deutschland. Der Podcast erscheint jeden zweiten Montag auf allen Podcast-Portalen und jeweils dem darauffolgenden Sonntag auf YouTube als Video-Podcast.

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