Letzte Chance auf das Triple: Ab ins Kino!

Drei Filme sind im Finale des LUX-Filmpreises. Sie könnten kaum unterschiedlicher sein. Eines haben sie jedoch gemeinsam: Ein Kinobesuch lohnt sich.

Drei Filme, drei Genres: "Gott existiert, sie heißt Petrunya" spielt mit Berührungspunkten zwischen Feminismus und Religion, "Wer tötete Dag Hammarskjöld?" zeigt die Untersuchung eines Jahrzehnte alten Mordfalls und "The Realam" ist ein Film über Korruption. Diese Filme sind im Finale um den LUX-Filmpreis. Sie werden am 24.11. im City Kino gezeigt. Wir stellen die einzelnen Filme vor.

"Wer tötete Dag Hammarskjöld?"

In der beim Sundance Film Festival 2019 ausgezeichneten Dokumentation geht der dänische Regisseur Mads Brügger gemeinsam mit Privatermittler Göran Björkdahl einem mysteriösen Fall auf den Grund: Am 18. September 1961 kam UN-Generalsekretär Dag Hammarskjöld bei einem ungeklärten Flugzeugabsturz ums Leben. Seitdem rankt sich das Gerücht eines geplanten Anschlags um die Hintergründe des Unglücks.

Hammarskjöld befand sich auf dem Weg zu Friedensverhandlungen mit Moise Tsinhombe, dem Führer der Rebellenprovinz Katanga. Diese hatte gerade ihre Unabhängigkeit vom Kongo erklärt und Hammarskjöld hoffte, einen Konflikt, in dem massive Interessen auf dem Spiel standen, zu lösen. Sein Plan sah vor, Katanga – damals unterstützt von Union Minière, einem mächtigen belgischen Unternehmen mit beträchtlichen wirtschaftlichen Interessen in Afrika – davon zu überzeugen, wieder dem Kongo beizutreten.

Auf ihrer Spurensuche reisen Brügger und Björkdahl sechs Jahre durch Afrika und Europa. Dabei finden sie Hinweise auf ein schockierendes Verbrechen, die weit über das hinaus reichen, wonach sie eigentlich gesucht haben.

"The Realm"

Im Leben des Lokalpolitikers Manuel López Vidal (Antonio de la Torre) scheint alles wie am Schnürchen zu laufen. Unterstützt von einer liebevollen Familie und zahlreichen Freunden, ist der charismatische Mann ein echter Shootingstar: Adrett und forsch scheint er kurz davor zu stehen, das Zepter eines langjährigen regionalen Volksvertreters zu erben. Gleichzeitig ist er jedoch auch in unlautere Machenschaften verstrickt und hat sich über Jahre hinweg an öffentlichen Geldern bereichert. Als sich die Nachricht von einem Korruptionsskandal, in den er verwickelt ist, durch die Zeitung verbreitet, wenden sich seine Unterstützer reihenweise von ihm ab. So kommt sein kometenhafter Aufstieg abrupt zum Stillstand.

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