“Outlaw Love” von "The Districts"

Mit “Outlaw Love” haben The Districts die dritte Single ihres kommenden neuen Albums Great American Painting veröffentlicht, das am 11. März via Fat Possum Records erscheint (ursprünglich für Februar geplant, wurde das VÖ-Datum wegen Verzögerungen in der Herstellung verschoben). Für diesen rhythmisch brodelnden Track erhält die Band dabei gesangliche Unterstützung von Cherry Glazerrs Clementine Creevy.

Das zugehörige Musikvideo wurde unter der Regie von Luke Orlando gedreht – Sänger und Gitarrist Rob Grote sagt über “Outlaw Love”: “Der Song handelt davon, die Vergangenheit neu zu bewerten, um dabei zu realisieren, wie sehr unsere Wahrnehmung von bestimmten Erfahrungen und Überzeugungen geprägt ist. Wer hatte recht und wer lag falsch? War es Liebe oder nur ein Netz aus Lügen? Das Leben ist so verrückt, eine abgefuckte Reise, in der du dich immerzu veränderst und realisierst, dass du falschlagst oder der falschen Sache gefolgt bist – doch hier findet sich auch die Schönheit unserer Fähigkeit, sich ändern und wachsen zu können, indem wir uns selbst und unserer Verhalten beobachten. Ich wurde oftmals verletzt von Menschen, die ich liebe und war dabei derjenige, der auf eigene Kosten immer mehr gegeben hat – doch letztendlich würde ich dies nicht für die daraus resultierende Erfahrung missen wollen.”

Produziert von Joe Chiccarelli (u.a. Spoon, The Strokes und Broken Social Scene) wurden die insgesamt neun Songs auf Great American Painting in dem legendären Recordingstudio Sunset Sound in Los Angeles aufgenommen. “Outlaw Love” folgt auf die vorigen Singles “Do It Over” und “I Want To Feel It All”. Die in Philadelphia lebende Band blickt auf eine ausgiebige US-, UK- & Europatournee und wird auch in Deutschland im Februar für vier Termine Halt machen (s.u.).

Zum Großteil aus Songs bestehend, die Grote während seiner Zeit in der Kabine skizzierte, steht Great American Painting für eine bedeutende Weiterentwicklung des gefeierten Vorgängeralbums You Know I’m Not Going Anywhere aus dem Jahr 2020. “Das letzte Album fühlte sich mehr wie mein eigenes Aufnahmeprojekt an und weniger wie eine wirkliche Band-Sache, sodass dieses Mal von Anfang an das Ziel war, den Fokus auf das zu legen, was immer gut für uns funktionierte: Ein Element der Einfachheit, dass dennoch sehr kraftvoll mit einer instinktiven Rock-and-Roll-Energie versehen ist”, erklärt Grote. Dementsprechend stellt Great American Painting unermüdlich The Districts’ größte und beste Eigenschaften heraus: Die haargenauen detaillierten und spektralen Tönen von Gitarrist Pat Cassidy, die komplexen und dennoch eingängigen Rhythmen von Schlagzeuger Braden Lawrence und dem ehemaligen Bassisten Connor Jacobus, der die Band seitdem in aller Freundschaft verlassen hat (Lawrence wird für die Liveshows der Band für ihn an die Bass-Gitarre wechseln), während die Band eine Aufgewecktheit in ihrem Sound vorstellt. “Normalerweise lieben wir es, alles einfach lauter zu machen, aber diesmal legten wir ein viel größeres Augenmerk darauf, den Raum innerhalb der Songs auszuweiten, um wirklich jedes Instrument zur Schau zu stellen”, fügt Grote hinzu.

Während des Schaffensprozess zu Great American Painting hat sich The Districts’ Gespür für Beziehungen exponentiell intensiviert: “Es fühlt sich einfach so gut an, Zeit mit den Menschen zu verbringen, die mir wichtig sind – Spaß zu haben und zu versuchen, etwas Gutes für die Welt zu tun”, sagt Grote. So ist das Gefühl von Familie und Solidarität etwas, für das die Band sich erhofft, es mit dieser Albumveröffentlichung noch weiter ausweiten zu können. “Was ich am meisten an Musik schätze ist, wenn ein Album eine gewisse Art von Schmerz, Frustration oder Hoffnung ausdrückt, die ich auch fühle”, erklärt er weiter. “Ich hoffe, dieses Album lässt die Leute etwas in sich selbst fühlen, das sich auch in der weiten Welt widerspiegelt und ich hoffe weiter, dass sie sich dadurch weniger alleine fühlen werden.”

Foto: (c) Ebru Yildiz

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