Personenwaagen: Diese zehn Modelle überzeugen

Für die einen ist sie ein Fluch, für andere ein Segen: die Personenwaage. Sie kann helfen, das eigene Körpergewicht im Blick zu behalten, Veränderungen (in die eine oder andere Richtung der Gewichtsskala) wahrzunehmen und gegebenenfalls zu reagieren. Welche unterschiedlichen Varianten es gibt, welche Funktionen sie zusätzlich erfüllen und worauf Sie beim Kauf achten sollten, haben wir in unserem Personenwaage-Test zusammengefasst.

Personenwaage-Test: Diese zehn Modelle überzeugen

Für viele Menschen gehört eine Personenwaage zur Grundausstattung im Badezimmer, der Check am Morgen zur Routine. Solange wir uns nicht vom Schlankheitswahn unter Druck setzen lassen und der Gang auf die Waage zum Zwang wird, ist dagegen sicher auch nichts einzuwenden. Sein gesundes Wohlfühlgewicht halten zu wollen, ist ein guter Vorsatz. Eine Personenwaage und die regelmäßige Gewichtskontrolle, die keinesfalls täglich stattfinden muss, können eine ungewöhnlich starke Gewichtszunahme aber auch -abnahme aufzeigen. Diese – wenn sie nicht gezielt hervorgerufen wird – können im Zweifelsfall auf eine Erkrankung hinweisen, übermäßigen Stress signalisieren und in der Folge zu einer erhöhten Aufmerksamkeit und Achtsamkeit führen. 

Welche Arten von Personenwaagen gibt es?

Grundsätzlich unterscheidet man eigentlich nur zwischen digitalen und analogen Waagen. Der Unterschied ist schnell erklärt: Die analoge Personenwaage kennen wir sicherlich noch von früher, mit einer Scheibe mit Gewichtsangaben, die sich entsprechend dreht und einpendelt, sobald wir uns auf die Waage stellen. Sie arbeitet mechanisch und benötigt keine Batterien oder ähnliches. Die digitale Personenwaage ist hingegen mit einem digitalen Display ausgestattet und zeigt uns das Gewicht in Ziffern an. Durch die verbaute Elektronik benötigt sie entsprechend Batterien. 

Was ist besser: analog oder digital?

Welche Personenwaage die Beste ist, hängt von den individuellen Ansprüchen an die Waage ab. Mechanische Waagen schonen dank des Verzichts auf Batterien die Umwelt und erzeugen keine Folgekosten; elektronische Personenwaagen haben oftmals weitere Funktionen wie etwa die Körperfettanalyse und/oder die Kopplung mit einer Handy-App. Die Vor- und Nachteile haben wir einmal für den Personenwaage-Test übersichtlich zusammengefasst.

mechanische Personenwaage

elektronische Personenwaage

analoge Anzeige

digitale Anzeige

benötigt keine Batterien

benötigt oftmals Batterien oder Akkus

keine zusätzlichen Funktionen

je nach Modell mit zusätzlichen Funktionen

Angaben meist in Kilo-Schritten

Angaben meist in 100-Gramm-Schritten

anfälliger für Verschleiß

weniger anfällig für Verschleiß

Welche Personenwaage ist die Beste?

Die Antwort auf die Frage, welche Personenwaage die Beste ist, lässt sich nicht so leicht geben. Sowohl im Bereich der digitalen wie auch im Bereich der analogen Personenwaagen gibt es gute Modelle, die präzise messen – und darauf kommt es im Grunde an. Heutzutage dominieren digitale Waagen die Badezimmer. Das liegt aber nicht daran, dass sie zwangsläufig genauer sind. Lediglich die Bandbreite an Funktionen – wenn man diese möchte – sticht hier hervor. Uns haben diese Modelle im Personenwaage-Test besonders gut gefallen.

Die Nummerierung stellt kein Ranking dar, sondern dient nur der Orientierung und Unterscheidung zwischen den einzelnen Herstellern.

1. ADE “BE2008 Kira”

Der Hersteller ADE, der (uns) in Bezug auf Personenwaagen weniger bekannt ist, besticht mit einem überzeugenden Merkmal: Die "BE2008 Kira" begeistert durch die Kombination digitaler Vorteile und einem batteriefreien Betrieb. Das heißt: Alle Vorzüge der digitalen Personenwaagen sind vorhanden, das Modell setzt aber auf eine umweltfreundliche Energiegewinnung. Durch ein dreimaliges Tippen auf die Waage erzeugt das Gerät genug Energie, um den gewünschten Wiegeprozess ausführen zu können. "Kinetisches Dynamo-Prinzip" nennt es der Hersteller. Die Personenwaage ist zudem schlicht im Design, kann es mit bis zu 150 Kilogramm Körpergewicht aufnehmen und gibt dieses auf 100 Gramm genau an. Das Display und die davon abzulesenden Angaben sind mit 4,6 mal 7 Zentimeter in einem gut lesbaren Bereich.

2. Omron “Körperanalysegerät BF511”

Mehr als eine reine Personenwaage stellt das "Körperanalysegerät BF511" der Firma Omron dar. Neben dem eigenen Körpergewicht nimmt das Gerät zusätzliche Werte in Augenschein – allen voran den Körperfettanteil. Anders als viele preiswerte Modelle geschieht dies bei dem Modell von Omron nicht nur mittels Fußsensoren. Griffe, die sich aus der Waage herausziehen lassen, besitzen zusätzliche Sensoren für die Hände. So findet die Körperfettmessung nicht nur im Unterkörper statt, sondern bezieht auch den Oberkörper mit in die Messung ein. Das Ergebnis: genauere Werte. Ein weiterer Vorteil des Handstücks ist das darauf befindliche digitale Display sowie das Bedienfeld. Beides können Sie auf diese Weise einfach erkennen und die von Ihnen gewünschte Messung einstellen und ablesen.

3. Grundig “PS 4110 Premium”

Viele Personenwaagen in unserem Test sind weiß oder metallfarben. Wenn Sie hingegen auf eine digitale Waage mit natürlichen Materialien und entsprechender Optik setzen wollen, wäre die "Grundig PS 4110" Premium-Personenwaage aus Bambus eine tolle Möglichkeit. Das Bambusholz ist angenehm zu Ihren Füßen, das große Display gibt das Gewicht in präzisen 100-Gramm-Schritten an und kann ein Gewicht bis 180 Kilogramm erfassen.

4. Soehnle “Style Sense Compact 300” / “Silver Sense” / “Style Sense Comfort 600”

Die Firma Soehnle taucht in unserem Personenwaage-Test häufiger auf. Verschiedene Modelle können in diesem Bereich überzeugen. Was sie eint: schlanke Designs, gut lesbare, digitale Displays und eine gute Tragkraft (je nach Modell zwischen 150 und 200 Kilogramm Körpergewicht). Alle Modelle liefern Gewichtsangaben in 100-Gramm-Schritten, haben eine Trittfläche aus Sicherheitsglas und benötigen Batterien, die meist im Lieferumfang inbegriffen sind.

Die "Soehnle Style Sense Compact 300" ist dabei das Schnäppchen unter den Soehnle-Personenwaagen. Es gibt sie in drei verschiedenen Designs (schlichtes Grau, Beton- oder Schieferoptik) und trägt ein Körpergewicht von bis zu 180 Kilogramm. Das Gerät kommt mit einer einzelnen Batterie aus.

Beim Modell "Soehnle Silver Sense" kann man zwischen den Farbtönen Silber und Weiß wählen. Die Personenwaage kann mit bis zu 150 Kilogramm belastet werden und benötigt vier (mitgelieferte) Batterien.

Bei Menschen mit einem höheren Gewicht bis zu 200 Kilogramm bietet sich die Personenwaage "Soehnle Style Sense Comfort 600" an. Eine vergrößerte Trittfläche und die gängigen Features machen dieses Modell zu einem sicheren Hilfsmittel bei der Gewichtskontrolle.

5. Beurer “GS 235” / “GS 10” / “BG 13”

In unserem Personenwaage-Test finden sich auch verschiedene Modelle der Firma Beurer wieder. Mit den drei ausgewählten Waagen liegen Sie preislich im Mittelfeld und eine der Waagen bietet neben der Messung des Körpergewichts zusätzliche Extras wie eine Körperfettanalyse und die Speicherung von Nutzerprofilen.

Mit der "Beurer GS 235" Personenwaage können Sie Ihr Gewicht einfach und präzise im Blick behalten. Die schwarze Oberfläche in Kacheloptik und eine spezielle Anti-Rutsch-Beschichtung macht optisch wie sicherheitstechnisch etwas her. Die Personenwaage kommt mit bis zu 180 Kilogramm Körpergewicht zurecht und zeigt es in 100-Gramm-Schritten auf dem digitalen Display an.

Das Modell "Beurer GS 10" kommt ohne viel Schnickschnack aus, bietet dafür eine große Bandbreite an Designs: von einem schlichten Schwarz über eine Holzoptik bis hin zu einem Motiv aus New York City. Die maximale Belastung von 180 Kilogramm wird dabei auf 100 Gramm genau auf der digitalen Anzeige ausgegeben.

Wenn Sie neben dem Körpergewicht auch etwas über Körperfettanteile und Co. erfahren möchten, bietet Ihnen die "Beurer BG 13" einige zusätzliche Funktionen an. Mit Angaben zum Gewicht, Körperfett, Körperwasser, Muskelanteil und BMI stellt die Personenwaage zahlreiche Informationen bereit. Einziges Manko: Körperfettanalysen werden im Idealfall mit zusätzlichen Handstücken ausgeführt – das führt zu genaueren Ergebnissen. Bei der "Beurer BG 13" fehlen diese Handstücke. Einen groben Überblick und somit eine Orientierungshilfe bei Veränderungen gibt diese Personenwaage dennoch. Bis zu zehn Personen können ihre persönlichen Daten speichern und zur Analyse heranziehen. Die bis zu 150 Kilogramm Körpergewicht werden in 100-Gramm-Schritten angezeigt.

6. ADE “BM 707 Nina”

Wie eingangs bereits erwähnt, bestehen zwischen digitalen und analogen Personenwaagen keine Unterschiede, wenn es um die Verlässlichkeit der Messergebnisse geht. Wenn Sie sich gern auf die reine Angabe Ihres Gewichts konzentrieren möchten, können Sie getrost zu einer mechanischen Personenwaage greifen. Das Modell "BM 707 Nina" von ADE ist mit bis zu 130 Kilogramm zu belasten, kommt ohne Batterien aus und verfügt über eine rutschhemmende Trittfläche für einen sicheren Stand. Einziges Manko: Das Gewicht wird in verhältnismäßig groben Ein-Kilo-Schritten angezeigt. Für einen Kontrollblick, der lediglich Gewichtsschwankungen erkennen soll, ist dies jedoch völlig ausreichend.

Wie misst eine Personenwaage Körperfett?

Wenn Sie nicht nur Ihr Gewicht, sondern auch weitere Informationen über Ihr Körperfettanteil oder Muskelmasse erfahren möchten, können Sie sich eine Körperanalysewaage anschaffen. Die Funktionsweise ist grundsätzlich schnell erklärt. Das Gerät sendet einen elektrischen, nicht-spürbaren Impuls durch Ihren Körper. Da beispielsweise Fett und Muskeln unterschiedlich gute elektrische Leiter sind, kann eine Körperanalysewaage die unterschiedlichen Widerstände messen. 

Ein entscheidender Faktor für die Genauigkeit der Aussagen ist dabei die Anzahl und die Verteilung der Sensoren. Viele Körperwaagen mit Körperfettanalyse schneiden in Tests schlecht ab, da sie lediglich Sensoren für die Füße besitzen. Diese Modelle messen lediglich das Körperfett des Unterkörpers. Der Oberkörper, speziell die Bauchregion – egal ob Waschbrett- oder Waschbärbauch – fließt dabei nicht mit in die Bewertung ein. Das kann das Ergebnis stark verzerren. Zusätzliche Sensoren für die Hände sind daher empfehlenswert und liefern mitunter deutlich genauere Ergebnisse.

Was kostet eine gute Personenwaage?

Eine Personenwaage muss nicht teuer sein. Auch preisgünstige Modelle liefern valide Ergebnisse. Gute Angebote gibt es bereits ab 15 Euro; je nach zusätzlichen Funktionen oder hochwertigeren Materialien können Personenwaagen auch mal 30 bis 40 Euro kosten. Für eine Körperanalysewaage müssen Sie entsprechend tiefer in die Tasche greifen. Dafür erhalten Sie dann deutlich mehr Informationen als ausschließlich Ihr Gewicht.

Was muss man bei der Verwendung einer Körperwaage beachten?

Die Bedienung einer Personenwaage ist eigentlich kinderleicht. Dennoch gibt es ein, zwei Dinge, auf die man im Idealfall achten sollte. 

  • Stellen Sie Ihre Personenwaage zum Wiegen immer an den gleichen Platz.
  • Wiegen Sie sich stets zur selben Tageszeit, möglichst am Morgen.
  • Verwenden Sie Ihre Waage auf einem harten Untergrund.

Diese Dinge möchten wir Ihnen im Umgang mit einer Personenwaage ans Herz legen:

  1. Man hört es immer wieder, vergisst es aber leider viel zu schnell: Ihr Gewicht definiert Sie nicht. Die Waage zeigt Ihnen nach einem genussvollen Wochenende mal ein oder zwei Kilos mehr an? Egal! Die bekommen Sie auch ganz schnell wieder runter – und wenn nicht, auch gut.
  2. Die Waage ist nicht Ihr Feind; sie ist ein Hilfsmittel. Natürlich freuen sich Menschen, die abnehmen wollen, über ein paar Gramm weniger am Morgen. Und natürlich ärgern sie sich gegebenenfalls darüber, nach einem aktiven Tag und achtsamer Ernährung am nächsten Morgen kein entsprechendes Resultat ablesen zu können. Dauerhafter Frust darf deswegen aber nicht aufkommen.
  3. Vergleichen Sie Ihr Gewicht nicht mit dem Gewicht anderer Leute. Vergleichen Sie eine Gewichtsabnahme oder -zunahme immer nur mit Ihrem eigenen Gewicht und setzen Sie dieses ins Verhältnis. 

Einige Links in diesem Artikel sind kommerzielle Affiliate-Links. Wir kennzeichnen diese mit einem Warenkorb-Symbol. Kaufen Sie darüber ein, werden wir prozentual am Umsatz beteiligt.  >> Genaueres dazu erfahren Sie hier.

Quelle: Lesen Sie Vollen Artikel