"Bestechungsgeschenke"-Verbot für Golden-Globe-Veranstalter

Große Reform bei den Golden Globes! Die internationale Filmpreisverleihung stand zuletzt ziemlich in der Kritik. Unter anderem wurde der Mangel an kultureller Vielfalt unter den Preisträgern moniert. Auch von Korruption war die Rede. Um dem entgegenzuwirken, soll es nun neue Richtlinien für die Veranstaltung geben. Das Gremium, das über die Vergabe der Awards entscheidet, darf ab sofort keine Geschenke mehr aus der Film- und Fernsehbranche annehmen.

Das geht nun aus der neuen Version der Statuten der Hollywood Foreign Press Association – kurz HFPA – hervor, die am Freitag veröffentlicht wurden. Die rund 80 Korrespondenten, die die Golden Globes vergeben, sollen demnach keine Präsente von Filmstudios, Publizisten, Schauspielern, Regisseuren oder anderen Mitglieder der Branche mehr annehmen. Auch Reisen dürfen sie sich nicht mehr spendieren lassen. Vermutlich ist das eine Reaktion auf den Verdacht der Korruption.

Darüber hinaus soll es in Zukunft eine Hotline für Beschwerden geben, die von einer unabhängigen Abteilung untersucht werden, um etwaige Diskriminierung zu vermeiden. Außerdem soll ein Expertenteam dem Gremium zu Fragen der Vielfalt, Gleichheit und Integration beratend zur Seite stehen.


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