Claus Peymann: "Ich war sieben Monate außer Gefecht"

“Es ging um Leben und Tod”, sagt Claus Peymann und meint das auch genauso. Der Theaterregisseur war schwer krank und lag über Monate hinweg im Krankenhaus. 

“Vier von fünf Patienten überleben nicht”

“Man sagte mir, dass das Stadium, das ich erreicht hatte, vier von fünf Patienten nicht überleben. Dass ich der eine war, versteht sich von selbst”, erklärt der 83-Jährige weiter. Peymann habe zu jenem Zeitpunkt zwar kein Bewusstsein dafür gehabt, doch sei es “um Leben und Tod” gegangen”, sagt er. “Ich war sieben Monate außer Gefecht, und dann begann erst der Wiederaufbau. Meine Muskeln waren derart dezimiert, dass ich wieder gehen lernen musste.”

Nach Stationen am Stuttgarter Staatstheater, Schauspielhaus Bochum und Wiener Burgtheater kam der aus Bremen stammende Theatermann 1999 nach Berlin. Als “Reißzahn im Arsch der Mächtigen” war er im einstigen Brecht-Theater am Schiffbauerdamm angetreten. Er feierte dort immer neue Publikumsrekorde und ärgerte sich über Kritiker, die seine Klassikerinszenierungen als museal bezeichnen. Nach 18 Jahren räumte Peymann 2017 nicht ganz freiwillig den Chefsessel am Berliner Ensemble.

  • Erst Applaus, dann Buhrufe: Kabarettist Schroeder stellt ”Querdenker” bloß
  • Ferienbeginn für Felipe und Familie: Urlaubsstart getrübt
  • Zum Geburtstag von Beatrice: Queen-Enkelinnen zeigen sich ungeschminkt

In den Ruhestand zog es ihn nach dem beruflichen Abschied aus der Hauptstadt längst nicht. In Stuttgart brachte er in der nächsten Saison Shakespeares “König Lear” auf die Bühne. Danach ging es wieder nach Wien, wo seinen Zusammenbruch aufgrund der Krankheit erleben musste. 

Quelle: Lesen Sie Vollen Artikel