Dokument enthüllt Prinz Andrews Strategie: Der Royal fordert ein Verfahren vor dem Schwurgericht

Prinz Andrews Anwälte hatten mit allen Mitteln versucht, den Prozess in New York zu vermeiden. Jetzt lenkt der 61-Jährige zum Teil ein: Der Royal akzeptiert den Geschworenenprozess. Andrews Anwälte haben mit einem formellen Schreiben auf die Klage von Virginia Roberts Giuffre reagiert. Die 38-Jährige beschuldigt den Sohn von Queen Elizabeth, 95, er habe sie im Jahr 2001 mehrfach sexuell missbraucht. Zum damaligen Zeitpunkt war die Klägerin 17 Jahre alt und galt in den Vereinigten Staaten als minderjährig.

Prinz Andrew dementiert weiterhin alle Anklagepunkte

Aus dem neusten Schreiben, das Prinz Andrews Top-Anwälte dem New Yorker Gericht am Mittwoch, 26. Januar 2022, vorlegten, ist die Strategie deutlich zu erkennen: Andrew dementiert weiterhin alle Anklagepunkte. Darunter unter anderem:

  • Der Royal leugnet, ein enges Verhältnis zu Ghislaine Maxwell gepflegt zu haben. Maxwell soll gemeinsam mit dem verstorbenen Jeffrey Epstein, †66, minderjährige Mädchen angeworben und sie zum Sex mit Epstein und seinen Bekannten gezwungen haben.
  • Prinz Andrew bestreitet ein Fehlverhalten seinerseits, gibt allerdings zu, dass er Jeffrey Epstein in oder um 1999 kennenlernte.
  • Der 61-Jährige bestreitet vehement, dass er "ein häufiger Gast in Epsteins verschiedenen Häusern auf der ganzen Welt war", so der offizielle Wortlaut seines Anwaltsteams. 
  • Die Anwälte stützen sich auf ihre These, dass Virginia Roberts Giuffre eine Mitschuld an ihrer Situation trägt: "Angenommen, ohne zuzugeben, dass Giuffre irgendeine Verletzung oder einen Schaden erlitten hat, haben Giuffre und/oder andere, die nicht Prinz Andrew sind, ganz oder teilweise zu dem angeblichen Schaden beigetragen", heißt es im Dokument. Sie werfen der Klägerin außerdem "unethisches" Verhalten vor.
  • Der Hauptteil der Anklagepunkte gegen Prinz Andrew seien, so argumentiert sein Rechtsteam, verjährt. Darüber hinaus sei Virginia Roberts Giuffre, die in Australien lebt, keine US-Staatsbürgerin mehr.

Prinz Andrew Insider behaupten: Er hatte eine heimliche Affäre mit Ghislaine Maxwell

Eine außergerichtliche Einigung ist weiterhin im Rahmen des Möglichen

Der Prozess soll laut Richter Kaplan noch in diesem Jahr beginnen. Das offizielle Schreiben des Royals und die Forderung eines Schwurgerichtes schließen allerdings eine außergerichtliche Einigung in den kommenden Monaten nicht aus. Insider aus dem engeren Umfeld des Royals sehen das Dokument seiner Anwälte allerdings als eindeutige Botschaft dafür, "dass die Angelegenheit vor Gericht geklärt wird."

Prinz Andrew wird sich, sollte es zum Prozess kommen, als Privatperson verteidigen müssen. Ihm wurden all seine Militärtitel sowie seine Schirmherrschaften von Queen Elizabeth entzogen. Auch seinen Titel "Königliche Hoheit" darf er bis auf Weiteres nicht mehr in der Öffentlichkeit verwenden.

Verwendete Quellen: mirror.co.uk, dailymail.co.uk, spiegel.de, stern.de

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