Ex-Freund von getöteter Alla Klyshta (†33) nun doch angeklagt

Keine Anhaltspunkte für Unfalltod

Jetzt also doch: Der Ex-Freund der im Mai 2019 tot am Rhein gefundenen ehemaligen Superstar-Künstlerin Alla Klyshta muss sich vor Gericht verantworten. Das Oberlandesgericht (OLG) Karlsruhe gab der Beschwerde von Staatsanwaltschaft und Nebenklage statt. Im vergangenen Oktober hatte das Schwurgericht des Landgerichts Freiburg die Eröffnung eines Hauptverfahrens wegen Totschlags abgelehnt und den Haftbefehl gegen den heute 31 Jahre alten Mann aufgehoben.

Obduktion konnte Todesursache nicht genau klären

Die 33 Jahre alte Frau galt seit Ende April 2019 als vermisst, ihre Leiche wurde im Mai 2019 am Rhein in Rust (Orthenaukreis) gefunden. Sie arbeitete im europapark Rust als Artistin. Einer größeren Öffentlichkeit bekannt geworden war sie durch die RTL-Castingshow “Das Supertalent”.

Bei der Obduktion des teilweise verwesten Leichnams konnte nach Angaben des OLG zwar die genaue Todesursache nicht geklärt werden. Ein Fremdverschulden liege aber nahe. Spuren in einem Trailer im Europa-Park und am Leichnam sowie Beobachtungen von Zeugen sprechen dafür, dass der Angeklagte den Tod der Frau verschuldet habe. Anschließend soll er die Leiche verpackt und in den Altrhein gebracht haben.

Da es keine Anhaltspunkte für einen Unfalltod gebe, müsse der Verdacht einer vorsätzlichen Tötung durch den Angeklagten in einer Hauptverhandlung vor dem Landgericht Freiburg geklärt werden. Der Mann bleibt nach dem OLG-Beschluss auf freiem Fuß.

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