Ex-TV-Pfarrer Jürgen Fliege ist Mitglied in Corona-Protestpartei

Nach “Babylon Berlin”-Star Volker Bruch taucht nun der nächste prominente Name in der Mitgliedsliste der Corona-Protestpartei “Die Basis” auf. Dabei handelt es sich um den früheren Fernsehpfarrer Jürgen Fliege.

Viele Zuschauer kennen Jürgen Fliege noch als Gastgeber der nach ihm benannten ARD-Talkshow, die von 1994 bis 2005 gezeigt wurde. Gäste bekamen darin Ratschläge und Tipps von Experten zum Umgang mit unterschiedlichen Problemen. Später moderierte er verschiedene kleinere Formate. Immer wieder stand und steht der inzwischen emeritierte Pfarrer aber auch in der Kritik.

Unter anderem wegen seiner Geschäftsmodelle oder des Vorwurfs der Scharlanterie. Ende 2020 trat er als Redner bei einer Corona-Protestveranstaltung auf, nun ist er noch einen Schritt weiter gegangen: Dem “Spiegel” bestätigte der 74-Jährige seine Mitgliedschaft in der Protestpartei “Die Basis”, die sich gegen die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung sowie das Impfen gegen das Virus wendet. Laut “Spiegel” werden innerhalb der Partei, die 2020 gegründet wurde und laut eigenen Angaben etwa 16.000 Mitglieder zählt, auch Umsturzfantasien geäußert. 

“Sondersendungen, die keine Angst machen”

Fliege sagte dem Blatt aber, dass er nicht behaupte, das Coronavirus sei eine Erfindung. Ihm sei bewusst, dass es “gefährlicher als die Grippe” ist, auch in seiner Verwandtschaft habe es Fälle von Covid-19-Erkrankungen gegeben. Doch Fliege findet, dass die Lockdown-Maßnahmen nicht gerechtfertigt gewesen seien. Seine Forderung: “Sondersendungen, die keine Angst machen”. Man müsse den Menschen seiner Ansicht nach zeigen, “wie man sein Immunsystem stärkt, zum Beispiel mit Vitamin D und Waldläufen”. Für ihn ist klar: “Es ist doch einfach: Wenn das Virus zu stark ist, bist du zu schwach.”

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“Babylon Berlin”-Star Volker Bruch wurde Anfang Mai von der “Welt am Sonntag” auf seine Beweggründe angesprochen, in “Die Basis” einzutreten: “Für mich sind hier die Inhalte ausschlaggebend.” Der basisdemokratische Ansatz der Partei sei “hochinteressant”. Er müsse nicht mit allen Menschen in allen Punkten einer Meinung sein. “Aber wenn man sich gemeinsam auf unterstützenswerte Inhalte einigt, kann man sich auch gemeinsam dafür einsetzen”, sagte Bruch, der auch betonte: “Ich fühle mich von den regierenden Parteien momentan nicht repräsentiert.”

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