"Hart arbeitende Menschen haben ein Recht darauf"

Natascha Ochsenknecht und ihre Mutter Bärbel Wierichs sind ein ganz besonderes Duo. Im Doppelinterview sprechen die beiden über ihre Beziehung, das Gefühl, Großmutter zu sein, und darüber, was sie an der Politik stört. 

24 Jahre trennen Natascha Ochsenknecht von ihrer Mutter Bärbel Wierichs. Trotzdem sind sich die beiden in vielem einig. Zum Beispiel, wenn es um die Art geht, das Leben zu genießen. Da steht für die beiden Frauen besonders eines ganz hoch im Kurs: positiv bleiben. 

Bärbel Wierichs: “Das Einzige, was ich vermisse, ist das Tanzen” 

Bärbel Wierichs ist 80 Jahre alt. Das Coronavirus ist für viele in ihrem Alter beängstigend. Nicht so für die Mutter von Natascha Ochsenknecht. “Mir macht die Krise nicht so zu schaffen”, sagt sie gelassen im t-online-Interview. “Ich habe mich gut organisiert. Das Einzige, was ich vermisse, ist das Tanzen.” Diese positive Art schätzt auch die 56-jährige Ochsenknecht. “Meine Mutter ist ein positives Gesamtpaket”, sagt sie. “Immer für alle da und begegnet jedem mit Respekt. Sie feiert gerne und 80 ist für sie nur eine Zahl.”

Früher war meine Tochter sehr zurückhaltend 

So stolz wie Ochsenknecht auf ihre Tochter ist, ist es auch Wierichs auf ihre. “Meine Tochter hat ihr Leben wunderbar mit den Kindern gemeistert und sie hat ein sehr großes Herz.” Sie habe ihrer Tochter “Vielseitigkeit, Toleranz, Flexibilität, Kreativität und Fairness” vererbt. “Früher war meine Tochter sehr zurückhaltend und mittlerweile ist sie so positiv selbstbewusst und sehr engagiert”, schwärmt die 80-Jährige. 

“Zu viele Berufe sind unterbezahlt” 

Engagement fordert Wierichs auch von der Politik ein. “Ich würde mir wünschen, dass Rentner, Familien und Alleinerziehende eine bessere finanzielle Absicherung hätten”, erklärt sie. Ochsenknecht fordert: “Niemand sollte hungern. Menschen, die ein Leben lang hart gearbeitet haben, haben ein Recht auf einen schönen Lebensabend.” Und weiter: “Zu viele Berufe sind unterbezahlt, wie zum Beispiel Pflegeberufe, Krankenschwestern und viele mehr. Das muss dringend geändert werden.”  

In Zeiten von Corona hätte sich Ochsenknecht in Deutschland mehr Geschlossenheit gewünscht: “Mir wäre es lieber, die Bundesländer hätten sich direkt zusammengeschlossen und es hätte ein Miteinander anstatt eines Gegeneinanders gegeben. Die Struktur fehlt mir.” 

Am Sonntag sind Natascha Ochsenknecht und ihre Mutter Bärbel Wierichs zusammen bei “Grill den Henssler” zu sehen. Als Mutter-Tochter-Duo zusammen unter Druck in einem TV-Studio zu kochen, habe wunderbar funktioniert, erklären die beiden. “Wir haben unser Bestes gegeben. Auf jeden Fall hat es uns sehr viel Spaß gemacht, als Team am Start zu sein.” 

Bärbel Wierichs und Natascha Ochsenknecht: Mutter und Tochter zusammen bei “Grill den Henssler”.(Quelle: TVNOW / Frank W. Hempel)

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In der Realität treffe man Mutter und Tochter allerdings eher selten zusammen in der Küche an. “Wenn meine Mutter mich besucht, schält sie schon mal die Kartoffeln oder steht auch mal am Herd. Aber ich bekoche sie gerne und möchte sie auch verwöhnen, wenn sie bei mir ist.” Die Spezialität der beiden: “Experimentieren und Improvisieren”. Darin seien sie super. “Es schmeckt allen und überlebt haben sie unser Essen auch.” 

Ein Muttertags-Special von “Grill den Henssler” gibt es am 9. Mai ab 20.15 Uhr auf Vox. Neben Natascha Ochsenknecht und Bärbel Wierichs treten auch Dana Schweiger mit ihrer 16-jährigen Tochter Lilli sowie Marie-Luise Marjan mit “Lindenstraße”-Sohn Moritz A. Sachs an.  

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