Inge Steiner: "Wir hatten nicht die Absicht, uns zu verlieben"

Wenn Matthias Steiner, 37, entspannen will, geht er auf seinen Kartoffelacker. Ehefrau Inge Steiner, 50, schwört auf Unkrautzupfen. “Das ist wie Yoga”, sagt sie zu GALA. Seit vier Jahren leben beide mit ihren Söhnen Felix, 10, und Max, 7, in jenem nieder österreichischen 800-Seelen-Dorf, wo Steiner aufgewachsen ist.

Hier haben die Moderatorin und der heutige Ernährungsexperte ihr Glück gefunden. Ein Paar, an das viele zunächst nicht glaubten. Matthias Steiner rührte 2008 bei seinem Olympiasieg im Gewichtheben die ganze Welt zu Tränen, als er das Foto seiner verstorbenen Frau Susi küsste. Bald darauf lernte er Inge kennen. Im Juli 2010 feierten sie kirchliche Hochzeit.

Inge + Matthias Steiner: Ganz privat im GALA-Doppelinterview

GALA: Wie sah jetzt gerade Ihr zehnter Hochzeitstag aus?
Inge Steiner: Mein Mann hat mich in ein Thermen-Hotel entführt. Nach zehn Ehejahren ist es wichtig, dass man Phasen einbaut, in denen man nur als Paar zusammen ist.
Matthias Steiner: Unsere Söhne sind bei meinen Eltern geblieben. Näher bei ihnen zu sein, war damals auch ein Grund, wieso wir von Heidelberg nach Niederösterreich gezogen sind. Wir haben auf dem Nachbargrundstück gebaut. (lacht)

Herrliches Wanderwetter! ☀️ Auch die Kinder lieben es Über Stock und Steine zu klettern, wenn wann dann mit einem herrlichen See-Bergpanorama belohnt wird🏔. #laghidifusine #italien #urlaub #nature

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Welche Erinnerungen haben Sie an Ihre Hochzeit?
Inge Steiner: Es war der heißeste Tag des Jahres in der Pfalz! Nach der Trauung sind wir in einem Pink Cadillac zu Johann Lafers “Stromburg” gefahren. Wild-romantisch! (schaut zu Matthias) Und du warst mit 150 Kilo noch relativ schwer und hast geschwitzt.
Matthias Steiner: Der hellgraue Hochzeitsanzug war danach dunkelgrau. (lacht)

Sie haben sich offenbar mittlerweile halbiert, Herr Steiner!
Matthias Steiner: Nein, nein, 105 Kilo habe ich immer noch.
Inge: Heute besteht er aber praktisch nur aus Muskeln. Ich habe Matthias ja quasi zweimal geheiratet. Früher hatte ich einen stämmigen Mann, heute habe ich einen knackigen, durchtrainierten Jüngling an meiner Seite. Das hält mich jung.

Und wie erinnern Sie sich an Ihr erstes Treffen?
Inge Steiner: Als Nachrichtenmoderatorin habe ich über seinen Olympiasieg berichtet. Als ich Matthias dann bei einer Veranstaltung getroffen habe, war das ein magischer Moment. Vorher habe ich geglaubt, das ist so ein riesiger Herkules. Als er vor mir stand, dachte ich: Der ist gar nicht so mächtig. Später haben mich die Leute gefragt:

“Was findest du an einem 150-Kilo-Mann?”

Ich meinte nur: Für mich ist er keine 150 Kilo schwer. Ich war von seinem Wesen angetan und bin es bis heute.
Matthias Steiner: Wir haben gar nicht die Zeit, über uns beide nachzudenken und Dinge zu hinterfragen. Wir stellen uns auch nicht jeden Tag die Frage der Liebe. Das ist für uns einfach das Grundlegende.

Vater-Sohn-Moment

Matthias Steiner und sein Sohn Felix machen zusammen Musik

Sie hatten aber mit Vorurteilen zu kämpfen?
Inge Steiner: Konkret hat uns keiner darauf angesprochen. Aber wir haben gelesen: “Ob das gut geht: eine Moderatorin und ein Gewichtheber?” Klar wurde auch der Altersunterschied thematisiert.
Matthias Steiner: Anfangs hieß es: “Wie kann er sich jetzt schon wieder verlieben?” Aber meine erste Frau war ja bereits eineinhalb Jahre verstorben. Inge und ich sind uns nicht beim ersten Treffen gleich um den Hals gefallen. Ich kannte sie aus dem Fernsehen und empfand ihre Stimme als angenehm.
Inge Steiner:

Wir hatten nicht die Absicht, uns zu verlieben.

Wir hatten das Glück, dass Matthias seine Gefühle schon zulassen konnte und ich so lange gewartet habe, bis der Richtige um die Ecke biegt. Die Chance, den Partner fürs Leben zu finden, bekommt nicht jeder.

Was ist das Gute an Ihrem Altersunterschied?
Matthias Steiner: Ich glaube, wir sind noch nicht in der Situation, dass man den Altersunterschied merkt. Das kommt – wenn überhaupt – erst viel später. Dann hat man schon so lange zusammengelebt, dass man gar nicht mehr darüber nachdenkt. Weil ich Hochleistungssportler war, hätte es auch eine sehr viel jüngere Frau schwer, auf dem Rennrad mit mir mitzuhalten.
Inge Steiner: Ein junges Mädchen wäre mit der Situation von Matthias vielleicht
nicht so gut klargekommen. Als wir uns kennengelernt haben, war ich Ende dreißig. Ich wusste, was ich will und was nicht. Und Matthias war für seine 26 Jahre sehr reif. Er hat Glück, dass ich auch in 20 Jahren noch fit sein werde. Das hat mir meine Familie vorgelebt. (schmunzelt)

Älterer Mann, jüngere Frau

Die Altersunterschiede der Star-Paare




Sie arbeiten auch zusammen. Ist das eine Herausforderung?
Inge Steiner: Es ist wichtig, das Berufliche auch mal hintenanzustellen. Da hilft mir Matthias, wenn er sagt: “Inge, jetzt reicht’s, du kriegst gleich viereckige Augen. Mach die Bürotür zu und guck nicht mehr ins Handy rein!”
Matthias Steiner: Inge ist dann Gott sei Dank nicht beleidigt.
Inge Steiner: Matthias wurde mal gefragt: Was schätzen Sie an Ihrer Frau? Da meinte er: “Sie ist nicht nachtragend.” Ich bin auch nicht eifersüchtig. Wir gehen nie im Streit ins Bett, sondern haben dann über alles geredet. Wir geben uns einen Kuss, und weiter geht’s.

Aktuell haben Sie jetzt ein neues Baby.
Inge Steiner: Ja, wir haben eine Firma gegründet, die STEINERfood GmbH. In den vergangenen sechs Jahren haben wir Low-Carb-Brote entwickelt – vom Toastbrot bis zum dunklen Brötchen. Als Matthias 45 Kilo abgenommen hat, konnte er kein Brot mit wenig Kohlehydraten finden. Kohlehydrate werden
im Körper in Zucker umgewandelt und stoppen daher die Fettverbrennung. Unsere Brote kurbeln die Verbrennung an. Außerdem enthalten sie viele Proteine und Ballaststoffe. Mit dieser Firma erfüllt sich für uns ein Traum.

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