Interview von 2000 hat Ricky Martin nachhaltig traumatisiert

Dieser TV-Talk wird Ricky Martin (49) für immer im Gedächtnis bleiben. Nachdem um den Latinosänger bereits einige Gerüchte um seine sexuelle Orientierung laut wurden, sprach Barbara Walters (91) dieses Thema bei einem Interview im Jahr 2000 direkt an. Öffentlich drängte die Moderatorin ihn, sich nun klar als schwul oder heterosexuell zu positionieren, um den Spekulationen ein Ende zu bereiten. Doch der Musiker wich aus. Zehn Jahre später bekannte sich der Sänger dann tatsächlich zu seiner Homosexualität. Das TV-Interview mit Barbara Walters beschreibt Ricky heute als traumatisierend.

Im Gespräch mit People erinnerte sich der 49-Jährige an den Fernsehmoment: “Als sie diese Frage gestellt hat, habe ich mich verletzt gefühlt. Ich war einfach noch nicht bereit dazu, mich zu outen”, erzählte der “Livin’ La Vida Loca”-Interpret. “Ich hatte solche Angst. Ich habe davon eine kleine Posttraumatische Belastungsstörung”, berichtete Ricky. Hätte er in jenem Interview tatsächlich sein Coming-out gewagt, wäre das eine großartige Sache gewesen, ist sich der Künstler rückblickend sicher. “Als ich mich geoutet habe, hat sich das toll angefühlt”, gab er sich erleichtert.

Im Nachhinein ist auch Barbara bewusst geworden, dass sie in diesem Interview mit Ricky eine Grenze überschritten hat. Weil der Musiker in jenem Moment verweigert hatte, die Gerüchte zu dementieren, sahen die Zuschauer darin die Bestätigung. “Viele Leute sagen, dass das seine Karriere zerstört hat, und wenn ich jetzt zurückdenke, weiß ich, dass es eine unangemessene Frage war”, räumte die inzwischen 91-Jährige 2010 gegenüber The Toronto Star ein.


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