Schwangere Anna Wilken: Fans überfordern sie mit gut gemeinten Ratschlägen

Seit Anfang November schwimmt Anna Wilken, 25, auf einer Welle des puren Glücks. Nach zahlreichen Rückschlägen ist die Ex-GNTM-Teilnehmerin endlich guter Hoffnung. Eine Schwangerschaft, die lange in den Sternen stand: Die junge Frau leidet unter Endometriose. Keine gute Voraussetzung für den Kinderwunsch. Doch nun werden Anna und ihr Mann Sargis Adamyan, 28, Eltern. Und plötzlich wird das persönliche Wunder zum öffentlichen Diskussionsthema. 

Anna Wilken: Am Zimt scheiden sich die Geister

"Jetzt beruhigen wir uns alle wieder", schreibt die Bald-Mama zu ihrer aktuellen Instagram-Story. Zuvor hatte sie ein Foto von ihrem mit Zimt bestreuten Pfannkuchen gepostet. Sogleich bekommt sie den Hinweis, doch erst einmal genau zu prüfen, ob das Gewürz in der Schwangerschaft überhaupt zu sich genommen werden dürfe. Man habe die Information erhalten, es wirke "anregend und sollte in der Frühschwangerschaft oder allgemein Schwangerschaft vermieden" werden. Andere Followerinnen schließen sich der Zimt-Skeptikerin an, während andere das Pülverchen aus der getrockneten Rinde des Ceylon-Zimtbaums in der Zeit der frohen Erwartung gut vertragen haben. 

„Ich werde hier analysiert, als wärt ihr die Kriminalpolizei“

"Wie könnte es anders sein … Selbst da gehen mal wieder die Meinungen auseinander", kommentiert Anna die unvermittelte Nachrichtenflut. "Es ist halt immer so: Man kann zwei Personen fragen und zehn unterschiedliche Meinungen bekommen." Eine Erfahrung, die Anna vermutlich mit unzähligen werdenden Erstmüttern teilt. Und vermutlich eine Entwicklung, die nicht erst durch die sozialen Medien angekurbelt wurde. Gute Hinweise erhalten betroffene Frauen wahrscheinlich schon seit Jahrhunderten aus ihrem Umfeld.  

Anna Wilkens unerfüllter Kinderwunsch Schwangerschaft und Endometriose: Ein Experte klärt auf

"Ich bin prinzipiell auch wirklich dankbar für Tipps und ich finde das auch alles superlieb gemeint," erklärt Anna geduldig, "aber ich werde hier analysiert, als wärt ihr die Kriminalpolizei und ich der größte Straftäter überhaupt", lacht sie. Immerhin nimmt die 25-Jährige die leicht übergriffig anmutende Art des ein oder anderen Fans mit Humor. "Ich bin einfach nur schwanger, ich genieß das und lerne mich gerade kennen", versucht sie fast schon entschuldigend ihre Community zu sensibilisieren.

Triggerwarnung: Das Thema Fehlgeburt löst Emotionen aus

Bei einem anderen Thema allerdings ist Anna sehr klar und richtet ein ernst gemeintes Wort an die User:innen: "Ich wäre euch sehr verbunden, wenn ihr mir nicht von euren Fehlgeburten berichtet. Vor allem ohne Triggerwarnung", schreibt sie als selbst Betroffene, und fährt fort: "Ich selber weiß gut genug, dass es sowas gibt und passieren kann. Dennoch möchte ich nicht die ganze Zeit damit konfrontiert werden." 

Schon im Mai 2021 erklärte Anna im Interview mit GALA, dass es nicht immer leicht für sie sei, auf Instagram mit ungefragten Meinungen oder gar Beleidigungen umzugehen. "Ich habe Momente, wo mich das auch belastet. Es kommt auch immer auf die Kommentare an. So etwas wie 'Ich hoffe, du bekommst kein Kind', das lasse ich nicht an mich heran. Viel anstrengender sind die Nachrichten, die mir das Gefühl geben, ich würde alles falsch machen. Wenn ich jeden Tag neue Tipps erhalte, impliziert das ja, dass ich vorher alles falsch gemacht habe. Und das ist auch nicht der richtige Umgang, denn die Menschen wissen nicht, was ich schon alles ausprobiert habe."

Damals spielte Anna auf ihre erfolglosen Versuche an, ein Baby zu bekommen. Nun ist sie endlich schwanger – und dennoch reißen die belehrenden Kommentare nicht ab. Doch solange es nur um Zimt geht, kann die werdende Mama herzhaft darüber lachen. Die Glückshormone halten den Stresslevel wunderbar in Schach.

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