„The Gentlemen“-Filmkritik: Guy Ritchie geht mit Matthew McConaughey zurück zu den Wurzeln

„The Gentlemen“-Filmkritik: Guy Ritchie geht mit Matthew McConaughey zurück zu den Wurzeln

von Cedric Schmidt

Regisseur Guy Ritchie hat sich mit Filmen wie “Bube, Dame, König, GrAS” und “Snatch! Schweine und Diamanten” einen Namen gemacht. Mit seinen knallharten Gangster-Komödien und deren verschrobenen Charakteren gilt Ritchie als britische Antwort auf Quentin Tarantino. Nach Filmen wie “Sherlock Holmes” und dem zuletzt mega-erfolgreichen “Aladdin” kehrt der Kult-Regisseur nun zu seinen Wurzeln zurück und hat dabei mal wieder eine Menge Stars im Gepäck.

Aller Gangster-Ruhestand ist schwer

Der US-Amerikaner Mickey “The Gentlemen” Pearson (Matthey McConnaughey) hat sich in London ein großes Marihuana-Imperium aufgebaut. Doch er hegt den Wunsch, sich zusammen mit seiner Frau Rosalind (Michelle Dockery) aus dem aktiven Geschäft zurückzuziehen. Seine Konkurrenten versuchen nun, einen möglichst großen Teil seines Imperiums zu ergattern – und gehen dabei über Leichen. Doch Pearson wäre nicht so weit im Geschäft gekommen, wenn er dessen Regeln nicht verstanden hätte…

Ein klassischer Guy Ritchie Film

Nach seinen jüngsten Blockbustern besinnt sich Guy Ritchie wieder auf seine Anfänge. Mit “The Gentlemen” schafft er einen Film, der im Gangster-Milieu Londons spielt. Das Thema: ein verzwickter Wettkampf um Macht und Geld. Dabei spielt Ritchie alle seine Stärken aus: Kultige, teils verschrobene Charaktere, ein raffinierter Schnitt und eine von Wendungen geprägte Erzählung.

Besonders die Art und Weise, wie “The Gentlemen” beginnt, ist eine Liebeserklärung an das Kino – ganz wie Quentin Tarantino es immer wieder in seinen Filmen, zuletzt in “Once Upon A Time In Hollywood”, zeigt: Hugh Grants Fletcher erzählt Raymond (Charlie Hunman) von einer Geschichte, die sich so nur im Kino zugetragen haben kann – und schon nimmt die clever rückwärts erzählte Handlung ihren Lauf.

Guy Ritchie versammelt zahlreiche Stars vor der Kamera

Was Guy Ritchie an schauspielerischen Personal aufruft, sucht absolut seinesgleichen: Als Hauptfigur ist McConaughey gewohnt gut. Doch Ritchie kann es sich leisten, auch die Nebenrollen hochkarätig zu besetzen. Da läuft in der Rahmenhandlung Hugh Grant rum, der sich mal nicht von seiner feinen britischen, sondern von einer ungewohnt schmierigen Art zeigen darf – was er sichtlich genießt. So ist jedem der Schauspieler eine Menge Spaß am Spiel anzumerken. Sei es nun Charlie Hunman als Pearson-Assistent Raymond, Colin Farrell als Coach oder Jeremy Strong als Wiedersacher Matthew Berger – die Liste prominenter Beispiele ist lang.

Fazit: Endlich wieder ein waschechter Ritchie

Guy Ritchie ist zurück – und wie! Nach teils milliarden-schweren Blockbustern hat er sich wieder auf seine Wurzeln zurückbesonnen: Schräge Charaktere, mutige Regiearbeit und eine gewitzt erzählte Story machen wirklich Spaß. Ritchie hat es auch 20 Jahre nach “Bube, Dame, König, GrAS” immer noch drauf.

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