Bei "The Masked Singer" fallen alle Masken

Köln (dpa) – Ruth Moschner gilt als eine Art Orakel von Köln-Ossendorf. Oft schon lag die Moderatorin richtig, wenn sie darüber sinnierte, welcher Promi im Studio von „The Masked Singer“ etwa als ulkiger mexikanischer Schwanzlurch oder faltige Piraten-Schildkröte verkleidet auf der Bühne stehen könnte.

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Am vergangenen Samstag aber war auch sie an einem toten Punkt. „Ich bin so verloren diese Staffel. Das ist so krass“, gestand Moschner. Gesungen hatte gerade ein aus einer Mülltonne gestiegenes flauschiges Monster mit einer Bananenschale auf dem Kopf. Herrje, wer ist das nur?

Oft schon hat ProSieben vor einer neuen Ausgabe seiner Rätsel-Show versprochen, dass es wirklich nicht leicht werde, die Promis zu erraten, die mit aufwendigen Masken unkenntlich gemacht werden und dann singen müssen. In der fünften Staffel gelang das aber besonders gut – was auch an den fast schon abstrus abwegigen Indizien lag, die in den Filmen zu jedem Kostüm versteckt wurden. Zum Teil schienen die Promis sie selbst nicht entschlüsseln zu können. Schauspielerin Andrea Sawatzki – die der Schwanzlurch war – etwa schaute einigermaßen erstaunt, als ihr nach der Enthüllung ein vermeintlicher Tipp auf die wahre Identität des Tierchens präsentiert wurde.

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Das Gute daran: Im Finale am Samstag (20. November, 20.15 Uhr, ProSieben) steckt noch Spannung. Welche Namen werden gehandelt? Eine Streifzug durch die deutsche Rate-Republik.

Die Heldin

Die Heldin inszeniert sich als naturverbundene Kämpferin mit Schwert und wilder Haarpracht. Wer auch immer unter der Rüstung steckt, gehört zu den besten Sängerinnen im Kandidatenfeld. Oft fällt der Name der österreichischen Popsängerin Christina Stürmer (39, „Lebe Lauter“). Moderator Joko Winterscheidt (42) legte sich bei einem Besuch in der Show allerdings auf seine Kollegin Jeannine Michaelsen (39) fest. Er habe der Heldin nämlich ein „Viel Glück, Jeannine“ zugerufen. „Und sie hat hochgeschaut!“, sagte Winterscheidt triumphierend. Was viele nicht wissen: Michaelsen ist nicht nur Moderatorin, sondern auch Musical-Darstellerin. Singen kann sie also.

Die Raupe

Die Raupe fährt Rollschuh und ist ebenfalls eine hervorragende Sängerin – offenbar mit Hang zur Diso- und Funk-Musik. Nicht nur deshalb fiel immer mal der Name von Komikerin Anke Engelke (55) – als Mitglied der Band „Fred Kellner und die Famosen Soulsisters“ hat sie schon bewiesen, dass sie das Genre beherrscht. Zudem hat die Raupe blaue Haare – und Engelke leiht der blauhaarigen Comic-Mutter Marge Simpson ihre Stimme. Hoch gehandelt als Raupe wird allerdings auch Sandy Mölling (40), Mitglied der Pop-Band No Angels.

Der Mops

Der drollige Mops verdingt sich als Liebesbote, der Paare zusammenbringt. Das wäre ein recht eindeutiger – oder auch plumper – Hinweis auf Inka Bause (52), die bei „Bauer sucht Frau“ (RTL) seit Jahren einsame Landwirte auf den Partner-Markt bringt. Etwas feingeistiger gestimmte Ratefüchse nennen dagegen oft die Sängerin Carolin Niemczyk (31) von der Band Glasperlenspiel als Tipp. Eine Verbindung zum Liebes-Mops? Glasperlenspiel hat das amouröse Titellied „Ich seh in dein Herz“ der RTL-Serie „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ eingesungen. Ein weiterer Tipp, der über die „GZSZ“-Flanke bei „Masked Singer“ Einzug hält: Sängerin Jeanette Biedermann (41). Die hatte mal eine Rolle in der Seifenoper.

Mülli Müller

Mülli Müller ist wohl das größte Rätsel, das die aktuelle Staffel des Fernseh-Mummenschanz zu bieten hat. Am Anfang war sogar unklar, ob unter der Maske des blauen Monsters, das in einer Mülltonne haust, ein Mann oder eine Frau steckt, ob er oder sie alt oder jung ist. Dann aber sprang das wundersame Wesen aus der Tonne und entpuppte sich als Hüne mit Tanz-Talent. Die Tendenz geht nun zum mittelalten Mann. Aber wer? Heiß gehandelt wird der „Deutschland sucht den Superstar“-Sieger Alexander Klaws (38), aber auch Deutschpop-Sänger Johannes Oerding (39) und Hiphopper Thomas D (52). Eine wilde Theorie verfolgte Rateteam-Mitglied Moschner: Sie mutmaßte, unter dem Flausche-Vieh könnte Schlagersänger Wolfgang „Wolle“ Petry (70) stecken. Mülli sank daraufhin – offenbar fassungslos – zu Boden.

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