Der Neue aus der "Der Alte"

München (dpa) – “Der Alte” ist ein Dauerbrenner. Seit April 1977 sind in der ZDF-Krimiserie mehr als 400 Mordfälle gelöst worden. Fast 50 Staffeln sind bereits abgedreht.

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Die Titelfigur aus dem Münchner Polizeipräsidium spielt seit 2012 Jan-Gregor Kremp – erst der vierte Ermittler in der Ahnenreihe, die mit Siegfried Lowitz begann.

In der Riege der Assistenten hingegen ist es zumindest in den vergangenen zehn Jahren immer wieder mal zum Wechsel gekommen, wenn auch nicht häufig. Jetzt steht mal wieder einer an: Thimo Meitner als Lennard “Lenny” Wandmann, Informatiker mit Asperger-Syndrom, verlässt die Serie. Yan Balistoy als Joshua Tuttlinger steigt als IT-Experte ein. Sie verkörpern Assistenten, die auf ihre eigene Art stark sind – und ohne die ein Hauptkommissar völlig aufgeschmissen wäre.

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In “Freier Fall” am Freitag um 20.15 Uhr im Zweiten treibt eine Frauenleiche ans Isarufer. Während der Ermittlungen wird Lennard durch den Tod seiner geliebten Großmutter aus der Bahn geworfen. Ausgerechnet zur Hauptverdächtigen und Schwester der Toten fühlt er sich hingezogen – er sucht nach neuer Ordnung in seinem Leben.

Thimo Meitner (27, “Charité”, “Babylon Berlin”) sagt im Interview der Nachrichtenagentur dpa zu seinem Ausstieg: “Nach viereinhalb sehr wichtigen Jahren hatte ich mich dazu entschieden, ein neues Kapitel aufzuschlagen. Ich bin froh über die Entwicklung von “Lenny” und wollte die Figur, die mir sehr am Herzen liegt, an einem Punkt beenden, an dem sie mir und den Zuschauern noch Freude bereitet – und somit hoffentlich immer positiv in Erinnerung bleibt”.

Meitner hat ein Herz für Assistenten im Krimi. Seine absolute Lieblingsfigur ist Dr. Watson (Martin Freeman) aus der BBC-Serie “Sherlock”. In seiner Familie kamen und kommen Krimis tatsächlich recht häufig vor. “Früher habe ich sehr oft Krimis wie “Columbo” oder “Magnum”, aber auch Serien wie “Großstadtrevier” geguckt. Nicht zwingend als Wochenend-Ritual, aber auf jeden Fall regelmäßig.”

Und so geht es nach dem Wechsel weiter: In “Nicht schuldig” am 7. Mai sitzt ein Unternehmer tot in seinem Büro. Zu Lebzeiten hat er mehrfach eine junge Mutter im Gefängnis besucht, die dann kurz nach ihrer Entlassung untertauchte und nun als dringend tatverdächtig gilt. Joshua Tuttlinger (Yan Balistoy), der Nachfolger von Lennard, macht alsbald eine wichtige Entdeckung – auch wenn zunächst sein eher unkonventionelles Benehmen im Team für allgemeines Erstaunen sorgt.

Der Grund für seinen Einstieg in die Serie sei gewesen, einen zeitgenössischen Kollegen zu porträtieren, der nicht nur am Computer sitze und keine Freunde habe, sondern facettenreich sei. “Joshua hat viele Interessen, das gefällt mir an ihm”, sagt Balistoy (27, “Der große Fake – Die Wirecard-Story”) der dpa: “Meine absolute Nummer eins unter den fiktiven Hackern ist Neo aus Matrix.”

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