"Die Höhle der Löwen": So sahen die Investoren früher aus!

Carsten Maschmeyer, Judith Williams und Co. haben sich ganz schön verändert

Carsten Maschmeyer, Judith Williams, Frank Thelen, Dagmar Wöhrl, Georg Kofler, Ralf Dümmel und Nils Glagau sind steinreich und fahren in der “Höhle der Löwen” regelmäßig die Krallen aus, um sich die lukrativsten Deals zu schnappen. Wenn die Löwen in ein vielversprechendes Produkt investieren, können sich die Gründer sicher sein, dass ihre Erfindung durch die Decke geht! Doch was haben die Unternehmer eigentlich gemacht, bevor sie zu erfolgreichen Investoren geworden sind? OKmag.de zeigt dir die außergewöhnlichen Lebensläufe und die Gesichter dahinter.

So kennen die Zuschauer Georg Kofler, Carsten Maschmeyer, Judith Williams, Nils Glagau, Dagmar Wöhrl, Frank Thelen und Ralf Dümmel (v.l) aus der “Höhle der Löwen” – doch OKmag.de zeigt dir, wie die Investoren früher aussahen …

Frank Thelen

Frank Thelen wurde im schönen Rheinland geboren – und schnell wurde klar, dass der kleine Frank kein normaler Junge ist …

In der Schule fühlte sich der heutige IT-Experte alles andere als wohl: “Die Schulzeit war eigentlich keine schöne Zeit für mich. Dieser Frontal-Unterricht, das war einfach nicht meine Zeit”, sagte er im Interview mit VOX.

Doch Franks Zeit sollte noch kommen. Mit dem Skateboarden wurde er immer selbstbewusster. “Das ist für mich Freiheit”, erklärte er. Die Faszination für das rollende Brett wurde zu seiner größten Leidenschaft.

Dann der große Wendepunkt in seinem Leben: “Mein Opa hat mir, als ich ungefähr 16 war, einen PC geschenkt und ich wollte wissen, wie das Ding funktioniert – und das hat die Begeisterung in mir für Software geweckt.”

Mit steigendem Software-Wissen, gründete Frank wenig später seine eigene Firma und Erfindung: “Eine kleine Box, die lokale Netzwerke mit dem Internet verbunden hat.” Obwohl das Unternehmen schnell gewachsen ist, ging die Geschichte nicht gut aus: “Was wir nur vergessen haben, war, das Produkt zu verkaufen.” Die Firma ging pleite und Thelen hatte keine Perspektive mehr.

Aus der Not heraus baute Frank das nächste Produkt und DAS wurde megaerfolgreich. Heute ist er CEO von “Freigeist Capital” und unterstützt Start-ups.

Carsten Maschmeyer

Was viele Löwen-Fans nicht wissen: Carsten Maschmeyer hat seinen leiblichen Vater nie kennengelernt. Die ersten Jahre seines Lebens hat er mit seiner Mama in einem Mutter-Kind-Heim verbracht.

Der spätere Umzug in eine Wohnung für sozialschwache Familien kam ihm nie wirklich klein vor, da er keinen Vergleich hatte. Doch dann wurde Carsten eingeschult: “Da bemerkte ich, dass das alles sehr traurig war”, schilderte er im VOX-Interview. Da er kein Taschengeld bekommen hat, verdiente er sich früh etwas dazu. “Ich habe Plakate geklebt an Bauzäune und fünfzig Pfennig pro Plakat bekommen.”

Carstens Selbstbewusstsein nahm über die Jahre immer mehr zu und er entdeckte die Leidenschaft für den Leistungssport. Er gewann Pokale und trainierte für Olympia. Eine Lektion hat der Investor damals gelernt …

Harte Arbeit lohnt sich: “Das hat mir den Weg gezeigt, da rauszukommen und die Hoffnung zu haben, irgendwann besser leben zu können.” Und Carsten sollte recht behalten!

Zunächst hat Carsten ein Medizinstudium angefangen, um auch seiner Mutter einen Gefallen zu tun. “Um mein Studium zu finanzieren, habe ich mit der Finanzberatung angefangen.” Das wurde so erfolgreich, dass sich sein Lebensplan änderte und er sein Studium schmiss.

“Mit 29 Jahren habe ich dann mein erstes Unternehmen gegründet und meine Erfindung der unabhängigen Finanzberatung umgesetzt – und das war eine Erfolgsgeschichte.” Vor 10 Jahren hat er das Unternehmen für über eine Milliarde Euro verkauft. Wow! Heute investiert Maschmeyer vor allem in junge Unternehmer: “Ich wollte was Aktives machen und etwas bewegen.” Er liebe einfach die Arbeit mit motivierten Erfindern.

Georg Kofler

Georg Kofler hat seinen Vater mit nur vier Jahren verloren. Seine Mutter musste sich damit ganz alleine um ihn und seine beiden Geschwister kümmern.

Nach dem Studium startete Georg beim Österreichischen Rundfunk. Dort war er internationaler Referent im Büro des Generalintendanten.

Dort sprach ihn dann Leo Kirch an, der das private Fernsehen mit aufgebaut hat. Kirch war von Kofler so begeistert, dass er ihn zu seinem persönlichen Assistenten machte. “Ich habe von ihm die DNA des Unternehmertums kennengelernt und auch verstanden, dass man was riskieren muss.”

Kofler war 1988 Mitgründer von ProSieben.

“Es war ein riesiger Erfolg. Ich war immer am Puls der Zeit, habe das Teleshopping eingeführt und das Pay-TV mit vorangetrieben”, so Kofler gegenüber VOX.

Wenig später gründete er die “Social Chain Group”, die allein in Deutschland 700 Mitarbeiter beschäftigt. Die Firma betreibt Social-Media-Kanäle und macht Social-Media-Marketing. “Neue Wege sind für mich das Elixier des Lebens.”

Dagmar Wöhrl

Ja – das ist Dagmar Wöhrl. Obwohl sie ein eher stilles Mädchen war, fing sie als Teenie an zu modeln.

Sie schnappte sich sogar die Miss Germany-Krone!

Ihren Ehemann lernte Dagmar 1980 nach einer Moden-Show in Paris kennen. “Es hat sich mein ganzes Leben durch diese Ehe verändert”, sagte sie. Sie heiratete in eine Unternehmensfamilie ein. Nach dem Jurastudium hat sie die Rechtsabteilung der Firma übernommen.

Der Wechsel in die Politik war eigentlich eher ein Zufall. Eines Tages klingelte jemand bei ihr im Büro durch und fragte sie, ob sie sich vorstellen könne, für den Nürnberger Stadtrat zu kandidieren. Was folgte war eine 30-jährige Karriere in der Politik. Auf dem Bild ist sie mit Edmund Stoiber und Angela Merkel zu sehen.

“Ich war in zwei großen Bereichen tätig. In der Wirtschaftspolitik und am Ende dann in der Entwicklungszusammenarbeit als Vorsitzende des entsprechenden Ausschusses. Das war eigentlich meine schönste Zeit.”

In der Zeit baute sie sich ein immenses Netzwerk auf. Davon profitiert Dagmar noch heute. Ihre größte Stärke ist allerdings die Familie im Rücken.

Judith Williams

Die kleine Judith Williams kam früh aus den USA nach Deutschland, weil ihr Vater hier Gesang studieren wollte.

Auch Judith erbte das Talent: “Ich stand das erste Mal auf der Bühne mit vier Jahren und ich habe es geliebt zu singen.”

Die heutige Unternehmerin ging nach Köln, um dort klassischen Gesang zu studieren. Ihre erste Opern-Hauptrolle ergatterte sie mit 23 Jahren. Doch dann kam alles ganz anders! Bei der jungen Frau wurde ein Tumor entdeckt, der eine Hormonbehandlung mit sich brachte und ihre Stimme für immer veränderte! “Meine Stimme, das war ich. Und das zu verlieren, das hat mir mein ganzes Leben weggenommen. Das war eine extrem harte Zeit.” Doch Judith ließ sich davon nicht unterkriegen. Ihr erster Job war danach in einem Fitnessstudio. Sie verkaufte Shakes und Riegel und entdeckte so ihr Verkaufstalent.

“Ende der 90er habe ich bei QVC als Moderatorin angefangen und habe dort festgestellt, das Produkte extrem aufregend sind.”

Judith entdeckte eine neue Leidenschaft: “Ich dachte mir, Judith, in dir schlummert noch etwas anderes und dann bin ich aufs volle Risiko gegangen. Ich wollte Unternehmerin werden.”

2006/2007 kam Judiths erste Kosmetiklinie auf den Markt. “Innerhalb weniger Jahre wurde die Marke ‘Judith Williams’ zur größten Marke im europäischen Verkaufsfernsehen.”

Heute macht Judith noch viel mehr als Kosmetik. Zusammen mit ihrer Firma baut sie Unternehmen auf investiert in junge Gründer, weil sie ihren Erfolg gerne teilt. “Nichts von dem, was ich heute besitze, kann ich mitnehmen.”

Ralf Dümmel

Ralf Dümmel hatte das Verkäufer-Gen schon immer im Blut. Sein Vater arbeitete als Verkäufer in einem Einrichtungshaus. Durch einen Zufall lernte er Dieter Schwarz kennen, den Gründer von DS Produkte. Er wurde sein Freund und Mentor. 1988 stellte er ihn als Verkaufsassistenten ein. Auf dem Bild ist er mit Entertainer Harald Juhnke zu sehen. In TV-Spots warb der 1988 für den “Wasser-Maxx”. Mit nur 30 Jahren wurde Dümmel dann Gesellschafter der Firma.

Heute macht DS Produkte einen Umsatz von rund 250 Millionen Euro!

Nils Glagau

Als Teenager ist Nils live dabei, als sein Vater “Orthomol” in der heimischen Garage entwickelt.

Nach der Schule entschied sich Nils für ein Ethnologiestudium und bereiste Mittelamerika und Nepal.

2009 hat Nils Glagau den Geschäftsposten von “Orthomol” übernommen.

Die Produkte von “Orthomol” werden weltweit in über 30 Länder verkauft. Von der Entwicklung über die Produktion bis zum Vertrieb, weiß Unternehmer Nils Glagau genau, worauf es ankommt und wie ein Start-up erfolgreich wird.

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