Für fast 4.000 Mark gekauft: Was war dieses Deko-Objekt noch wert?

"Ein schönes Teil", urteilte Ludwig Hofmaier über die XXL-Kuriosität. Ob er damit auf die Größe oder den ästhetischen Wert anspielte? Sicher ist: Nicht alle "Bares für Rares"-Händler teilten seine Begeisterung.

"Das ist genau das, was mich so begeistert an 'Bares für Rares'!" Horst Lichter war völlig aus dem Häuschen, als er das ungewöhnliche Objekt erblickte. "Es kommt immer was, womit man nicht rechnet!" © ZDF
In diesem Fall war das ein riesiges Nilpferd. Lichter wollte von Rolf Fahnenbruck wissen: "Wo hast du denn dieses Riesenmonster her?" Der Physiotherapeut aus Deggendorf hatte nur eins von etwa 7.000 Tieren mitgebracht: "Das gehörte meiner verstorbenen Frau, die hat Nilpferde gesammelt." © ZDF
In den 90er-Jahren hatte er "Alfred", das Riesenplüschtier von Nici, für "sündhaft teures Geld", nämlich 3.850 DM, gekauft. "Ich musste Alfred dann durch die ganze Düsseldorfer Altstadt auf dem Rücken nehmen." Horst Lichter stellte sich das ziemlich komisch vor. © ZDF
"Man sieht ihm sofort an, dass es ein Deko-Objekt war", tastete sich Experte Sven Deutschmanek langsam heran. Der Illustrator Walter Steinbeck wollte damit die Aufmerksamkeit der Kunden auf seine Kinderbücher lenken.© ZDF
Der Experte war verliebt in das Kuscheltier: "Du hast jetzt das größte und imposanteste Exemplar hier mitgebracht. Ich find den sehr beruhigend." Musste nur noch der Wert bestimmt werden, denn "der war sehr, sehr teuer damals schon". © ZDF
Bis zu 500 Euro legte Deutschmanek fest. "Das lässt sich verkaufen", vor allem an Fans von Walter Steinbeck. Das deckte sich mit dem Wunschpreis des Verkäufers.© ZDF
"Da hams uns ein schönes Teil mitgebracht", fand Ludwig Hofmaier (links). "Des is zum Beispiel eine Figur, die du überall hinstellen kannst: ins Wohnzimmer, ins Schlafzimmer, ins Foyer …"© ZDF
Julian Schmitz-Avila (links) und Fabian Kahl (Mitte) konnten mit dem Nilpferd im Großformat jedoch nichts anfangen. Die einzigen Interessenten blieben Ludwig Hofmaier und Walter Lehnertz. © ZDF
Nur leider blieben ihre Gebote zu weit von der Schmerzgrenze von 300 Euro entfernt. Für weniger Geld wollte sich Herr Fahnenbruck nicht von seinem Plüschtier trennen: "Dann würde ich Alfred wieder mitnehmen und bei der Sammlung belassen."© ZDF
Verkauft wurde dafür ein vergoldetes Feuerzeug aus Messing von Dupont aus dem Jahr 1970. Dafür gab es 70 Euro – nicht ganz den Schätzwert. © ZDF
Ebenfalls unter den Erwartungen blieben sieben Farbserigraphien in der Auflage 52/100 von Paolo Minoli aus dem Jahr 1992, die gerade einmal 1.000 Euro statt der erhofften 2.000 Euro erzielten. © ZDF
Weit über Wert wurde dafür ein silberner Salzstreuer, vermutlich aus den 1960er-Jahren, für 160 Euro gekauft. © ZDF
Mehr als den Schätzpreis, nämlich 600 Euro, schaffte auch ein Porzellan-Papagei von Wilhelm Neuhäuser, der in den 1920er-Jahren in den Schwarzburger Werkstätten gefertigt wurde.© ZDF
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