So dramatisch verlief Tag 6 von "Promi Big Brother"

Zwei freiwillige Abgänge, viele bittere Tränen und zum Schluss sogar noch ein Happy End: In Folge 6 von "Promi Big Brother" sorgten die Teilnehmer und Kandidatinnen für reichlich Drama. © 1&1 Mail & Media/teleschau

Die ersten Bilder zeigten eine Sensation: einen relaxten und vor allem kritikfähigen Senay. Der nahm Ikkes ("Du hast eine Grundaggressivität!") und Katys ("Du wirkst bedrohlich!") Kopfwäsche gelassen hin. Wohl auch der beruhigenden Wirkung von ein paar Bier geschuldet. Emmy traute dem Frieden nicht: "Drüben im Wald rastet er wieder aus."© SAT.1
Drüben im Wald gab es erst mal andere Überraschungen. Den Campern (Foto: Mischa), die schließlich freudlos genug leben, schenkten die Zuschauer Luftballons für Wasserbomben-Spaß. Da ging das Herz der armen Waldbevölkerung auf. Werner Hansch beobachtete gar den "Aufstand der Armen, der Geknechteten gegen die Obrigkeit"!© SAT.1
Vom Jauchzen der Nebenwäldler wurde auch Katy angelockt, der sich gerade zur Dragqueen aufhübschte. Als dann das Wasserbombenbombardement über die Mauer einsetzte, wurde heimtückisch von anderthalb Tropfen gestreift. "Ich bin geschminkt, Alter! Was soll die asoziale Sch….?!" Ja, das sind Probleme. Dabei hatte Katy schon ganz andere.© SAT.1
Ikkes Augen entgehen nichts: "Du hast dich mal geritzt, oder?", konfrontierte er Katy bei der Aussprache (mit Kathy) im Badetempel des Luxusbereichs. Ja, hat er, der Katy. "Ich bin so ne Zeit lang nicht klargekommen, Depressionen, Traurigkeit, da war ich so 14, 15." Aber es wurde später nicht wirklich gleich besser.© SAT.1
"Es gab Zeiten, wo ich nicht wusste, wohin", gestand Katy. Da spielte auch die Tragödie um einen Freund eine Rolle, der sich mit 24 das Leben nahm. Katy machte sich Vorwürfe, zweifelte an sich. "Wenn ich jetzt in den Spiegel schau, weiß ich: Ich habe nichts falsch gemacht. Ich bin glücklich mit mir." Sprach's und weinte bitterlich.© SAT.1
Das Ambiente im Schloss scheint auf die Tränendrüsen zu drücken. Auch Emmy erzählte von ihrer tragischen Kindheit: "Meine Mama hat mich in Spanien verlassen." Sie kam ins Kinderheim mit kriminellen Jugendlichen, Gewalt ("Ich hatte überall blaue Flecken!") war an der Tagesordnung. Ikke: "Ein armes, kleines Ding."© SAT.1
Emmy gestand: "Es ist schwer, ne Barbie zu sein." Viel lieber wäre sie ja eigentlich auch Polizistin. Als das weder Ikke ("Manchmal ist sie wie Zwölf") und Senay noch Katy glauben (und fassen) konnten, relativierte Emmy. "Ich find in erster Linie Polizisten in Uniform geil. Wenn der Mischa ne Uniform hätte – ich würde wahrscheinlich auslaufen."© SAT.1
Und was machte der aus der Ferne angehimmelte "Beton"-Mischa drüben im Wald? Klar, er streichelte Adela, die unter seinen kundigen Händen wohlig schnurrend einschlief. Bis Jasmin (links) sie weckte: "Seid ihr jetzt eigentlich zusammen? Habt ihr Schmetterlinge im Bauch?" – "Ja, schon", gestand Mischa, "wahrscheinlich ist's der Hunger." © SAT.1
Aber doch, da ist was. Adela und Mischa können die Hände nicht voneinander lassen. "Wir lassen es langsam angehen und genießen die Zeit." Kontakt nach "PBB" nicht ausgeschlossen. Erst aber sorgte Big Brother aber mal dafür, dass die Unzertrennlichen getrennt wurden – Mischa wurde ins Luxusschloss befördert. "Ich hol dich nach", versprach er. Süß.© SAT.1
Noch süßer wurde es, als Mischa ("Ich kann den Luxus nicht genießen, ich bin nicht vollständig") im Luxuslustgarten und Adela ("Ich vermiss ihn so!") im Wald im Armenland durch die Trennmauer miteinander schmachteten. Da rutschte Adela doch ein Geständnis raus: "Kleiner Schatz, ich geh schlafen. Ich hab dich lieb." Liebe ist stärker als eine Mauer.© SAT.1
Nein, das ist kein Neuling als Quasi-Ersatz für die ausgestiegene Jenny. Das ist Ikke Hüftgold, oder besser: Matthias Distel mit ohne Perrücke. Der Mann, der im Camp zum Seelsorger und Vertrauten aller wurde, beschloss "meine Maske fallen zu lassen". Ja, Katy (eigentlich: Burak Bildik) ist nämlich nicht der einzige, der eine Zweitidentität hat.© SAT.1
Apropos Maske fallen lassen. Senay, der im Schloss noch meinte "Ich würd einfach gern sympathisch sein", lief – zurück im Wald – zu alter Form auf: "Lasst mich sein, wie ich bin. Der Zirkus hier geht mir am Arsch vorbei. Bremst mich nie mehr, wenn ich mich mal wieder vor jemandem aufbaue." Werner nuschelte: "Flenn nich rum wie im Mädchenpensionat." © SAT.1
Wenn Rumpelstilzchen tobt, ist's nicht weit bis zum Zwergenaufstand. Der ging im Parcours mit Seilknotearbeit aber daneben. Udo, Simone und Sascha (von links) gaben zwar alles (Ramin Abtin, ja, er ist noch da, lobte: "Die waren echt am Limit."), verhedderten sich aber heillos und schafften die Aufgabe nicht. Budget nicht verdoppelt.© SAT.1
Aber Senay ist der geborene Shopper. Vom Publikum auserkoren und von der Gruppe angefeuert ("Wir kriegen 'nen geilen Auflauf.") agierte er im Penny hochkonzentriert und schaffte mit Kartoffel, Zwiebeln, Karotten und Reis fast eine finanzielle Punktlandung: Er gab das Budget bis auf vier Cent aus. Tolle Aktion, eigentlich seine beste im Camp …© SAT.1
Aber Senay wäre nicht Senay, wenn die Kehrtwende nicht folgte. Von Big Brother ins Sprechzimmer gebeten, verkündete er dort, er wolle das Camp verlassen. Gründe im Zitatraffer: "Gefühl, nicht hierher zu gehören … Hier sind Leute, die über Leichen gehen würden … Dass Leute vor mir Angst haben, darf nicht sein … Ikke, ein wundervoller Mensch." © SAT.1
Allein und letztmals in der Höhle. "Einige Menschen hier bringen das Schlechteste in mir zum Vorschein. Bevor ich mir untreu werde, habe ich beschlossen, meinen Stolz zu behalten und zu gehen." Durfte er. Und zwar sofort – ohne sich verabschieden zu dürfen. "Das ist hart." Berühmte letzte Worte.© SAT.1
Hart war es auch für Werner, den noch 81-jährigen PBB-Oldie. Weil alle so denken wir Jasmin ("Der Mann verdient nur das Beste.") beorderten ihn die Schlossbesetzer (gegen die Stimme von Mischa) zurück in den Luxus. Er ging bedröppelt, er mag wohl nicht aufgrund des Alters bevorzugt werden. Aber das angebotene Weinchen nahm er doch gern an.© SAT.1
Als der Abgang von Senay verkündet wurde, hatte Emmy "Gänsehaut". Als verkündet wurde, dass sie die Zuschauer zurück in den Wald schicken, lief es ihr eiskalt über den Rücken und dann heiße Tränen übers Antlitz. "Warum?", schluchzte sie, "Was hab ich denn gemacht?" Arme Barbie, da half ihr auch keine Polizei.© SAT.1
Die Überraschung von Big Brother, einen zweiten Luxusheinz zurück in den Wald zu beordern, wurde für Mischa zum Geschenk. Er darf zurück zu Schatzi Adela. Er tanzte förmlich hinüber zu den Waldläufern. Das ist okay: Wenn mit Senay der Krawall und mit Jenny die Sprüche fehlen, dann muss man eben auf Kuscheln setzen. Die Quote wird's danken.© SAT.1
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