So reagierten die "Bares für Rares"-Händler auf den "Heiligen Gral"

"Das Glas hat in keiner Kirche gestanden!", stellte Walter Lehnertz fest. Konnten er und seine Händlerkollegen sich dennoch für den Kelch begeistern? © 1&1 Mail & Media/teleschau

Erst das Kreuz auf dem Glasobjekt gab Horst Lichter Anhaltspunkte, um was es sich bei dem interessanten Stück in der Dienstagsausgabe der ZDF-Trödelshow "Bares für Rares" handeln könnte. Doch inwieweit der Glaspokal ein religiöses Gefäß war, konnte nur Expertin Friederike Werner klären …© ZDF
Verkäuferin Heidi Kratochvil aus Straubing dachte, dass der Kelch aus der Kirche sei. Immerhin hatte sie das Objekt von ihrem Großonkel geerbt, der als Pfarrer im Bayerischen Wald gearbeitet hatte. Die Schlussfolgerung klang auch für Horst Lichter logisch, der meinte: "Ah, jetzt kommen wir der Sache näher!"© ZDF
Nur Expertin Friederike Werner konnte nicht zustimmen: Denn sie wusste, dass der Krug nicht aus dem Bayerischen Wald kam, sondern in Oberammergau produziert worden war – und zwar für die Besucher der dortigen Passionsspiele. Doch das war nicht alles. Denn diese Objekte wurden auch "in ganz großer Stückzahl" hergestellt, so Werner weiter. © ZDF
"Diese Pokale waren Fanartikel, wenn ich es so salopp sagen darf", erklärte Werner leise. "Ah, Touristika-Ware!", stimmte Lichter zu. Doch auch wenn diese Pokale massenhaft produziert wurden, handele es sich dennoch um eine "hochwertige Emaille-Arbeit", ergänzte Werner. In anderen Worten: Es handelte sich um gut gemachte Touristenware. © ZDF
"Dieses Glas war also nie für die Kirche vorgesehen", erkannte Lichter und wollte nun unbedingt den Wunschpreis der Verkäufer hören. 100 bis 150 Euro hielt das Paar nach dieser Expertise für angemessen. Doch Expertin Werner ging sogar etwas höher. Immerhin war das Objekt in einem sehr guten Zustand. Ihr Schätzpreis lag bei 200 bis 250 Euro. © ZDF
Walter Lehnertz hatte das Glas als erster in der Hand und war sich sicher: "Also, das Glas hat in keiner Kirche gestanden. Das ist ganz klar Touristen-Ware!" Das Verkäuferpaar war dennoch glücklich, dass sie es bis in den Händlerraum geschafft hatten und hofften den Schätzpreis zu erzielen. Doch kaufen Händler religiöse Fan-Objekte? © ZDF
Immerhin handelte es sich um einen hochwertigen "Touristen-Krug", versuchten die Verkäufer ihr Glas schmackhaft zu machen. Elisabeth Nüdling erinnerte der Pokal an den Heiligen Gral, doch bieten wollte sie nicht. Dafür Christian Vechtel, der 100 Euro bot. Die restlichen Händler verstummten … © ZDF
Doch für 100 Euro wollten die Verkäufer ihren Touristen-Pokal dann doch nicht verkaufen. Das konnte auch Händler David Suppes nachvollziehen, der ebenfalls das Glas als hochwertig empfand. Dennoch: "Das kriegen sie heute nicht mehr bezahlt!" Letztlich hatte Vechtel Mitleid mit dem Paar und erhöhte sein Gebot auf 170 Euro. © ZDF
"Jetzt müssen sie aber schnell 'Ja' sagen", lachte Lehnertz, "sonst nimmt er sein Angebot wieder zurück!" Gesagt, getan und die Verkäufer waren glücklich. Händler Vechtel hingegen drängte das Gefühl, sich vor seinen Kollegen rechtfertigen zu müssen und erwiderte: "Also ich finde die Arbeit sehr gut und wollte den Kelch deshalb auch haben!" © ZDF
Auch ein hübsches Service "Oval" von Rosenthal fand einen Abnehmer im Händlerraum. Das Geschirr aus den 1950er-Jahren taxierte Detlev Kümmel auf 400 bis 600 Euro. Händlerin Elisabeth Nüdling bezahlte 350 Euro. © ZDF
Für einen Taktstock mit Silberemblem und Elfenbeineinsatz aus den 1920er-Jahren zahlte Christian Vechtel 190 Euro.© ZDF
Ein ansehnlicher Zeichentisch aus Holz aus den 1940er-Jahren wurde von Detlev Kümmel auf 500 bis 700 Euro taxiert. Der Tisch war Händler Julian Schmitz-Avila 450 Euro wert. © ZDF
Für eine "Hora"-Armbanduhr von Chronoswiss aus 750er Gold bezahlte David Suppes 1800 Euro.© ZDF
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