"The Biggest Loser" 2021: Mathe-Krise im Halbfinale! SIE stehen in der Endrunde

Der Druck bei “The Biggest Loser” war nie größer. Alle Halbfinalisten wollen Finalisten werden – um jeden Preis. Und wenn der Kessel unter Dampf steht, dann pfeift’s. Das kriegen dann auch mal die Falschen ab. Gezeter, Tränen, Entsetzen – wer schaffte es dennoch ins Finale?

Für solche Showdowns haben Joey Tempest & Co. wohl ihren Hit “The Final Countdown” geschrieben: Die fünf Halbfinalisten von “The Biggest Loser 2021″ (SAT.1) hatten keinen Blick für die idyllische Tiroler Landschaft um sie herum. Für Jessica, Sonja, Gianluca, Luca und Ole zählte nur ein Gedanke: “Ich will ins Finale!” Naja, und noch einer: “Ich habe Angst, so kurz vor dem Ziel zu scheitern.” Projektleiterin Christine Theiss und ihre Coaches Petra Arvela und Ramin Abtin hatten alle Hände zu tun, ihre verbissenen und nervösen Schäfchen im Zaum zu halten.

“The Biggest Loser” 2021 bei Sat.1: 5 Kandidaten kämpfen um Final-Platz

“Der Druck ist groß. Die Konkurrenz ist hart.” Luca weiß Bescheid. Also was ist besser, als a) Dampf abzulassen und b) die Konkurrenz aus dem Weg zu räumen? Wie geschaffen für beides geriet die erste von zwei Challenges, die das deutlich erschlankte Kandidaten-Quintett – insgesamt haben sie schon über 230 Kilogramm abgespeckt! – über sich ergehen lassen musste. Im Eissportzentrum Telfs ging es beim “menschlichen Eissstockschießen” darum, sich selbst die beste Position auf dem Eis zu sichern – und die Gegner zur Not per Schlauchbootcurling aus dem Weg zu schubsen.

“The Biggest Loser” (SAT.1): Der Konkurrenzdruck steigt auf der Zielgeraden

Jeder Ring auf der Zielscheibe stand für einen Gewichtsbonus. 100 Gramm für den äußeren blauen Ring, 200 für den inneren weißen und 200 Gramm bekam der, der sich auf dem roten Zentrum platzierte. Die Taktiken ähnelten sich – “Ich geh volles Brett!”, “Ich hau den weg!” -, klappten aber nicht immer. Unterm Strich blieb die Erkenntnis, dass “das eine der lustigsten Challenges war” (Luca) – und 1.000 Bonusgrammm auf dem Waage-Konto von Siegerin Jessica! Luca und Ole sicherten sich je 800 Gramm, Sonja und Gianluca je 900.

Das Feld dicht beieinander, also keine Vorentscheidung. Und so lustig würde es auch nicht mehr werden. Christine Theisss: “Bei der nächsten, der letzten Challenge, müsst ihr alles geben.” Und Nerven und kühlen Kopf bewahren. Aber das war ja gerade für Gianluca schon in den letzten Wochen zehn Wochen auf Naxos die größte Herausforderung – und warum sollte sich das geändert haben?

Mathe-Frist am Berghang: Kandidaten verzweifeln an Halbfinal-Challenge

Als Christine Theisss zu Füßen der Gamsalm an der schneebedeckten Zugspitz-Südseite die Regeln erklärte, war der Youngster auch sofort wieder am Maulen. Aufgabe beim “Mathelauf”: Berg hochstapfen, sich dabei an fünf Stationen die Bestandteile einer Matheaufgabe einprägen, oben am Berg Matheaufgabe lösen – gewinnen. Ist ja alles ganz easy, oder?

“Wollt ihr mich verarschen?”, motzte Gianluca. Schon wieder keine pure Power-Prüfung, sondern schon wieder mit Köpfcheneinsatz. “Mathe, ey – wer braucht so was?”, jammerte auch Luca. Gianluca war schockgefrustet: “Ist das euer Ernst? Letztes Jahr sind die fünfmal ne Skischanze hoch – und wir müssen Matheaufgaben lösen?”

Der wahre Grund für seine Eskalation lag aber woanders, wie er zunächst nur seinem Trainer Ramin, später auch seinen Kollegen offenbarte: Er hat eine ärztlich attestierte Matheschwäche – bleibende Folge seiner wenig prickelnden Kindheit in diversen Pflegefamilien und Jugendheimen. Und Schulen: “Ich war zwischen der 3. und 6. Klasse in 18 verschiedenen Schulen und in keiner ein komplettes Schuljahr lang.”

In Heimen wurde teilweise krasser Druck ausgeübt. “Wir mussten so lange sitzen, bis die Matheaufgabe gelöst war. Und das dauerte bei mir halt Stunden.” Das miese Gefühl blieb bis heute: “Mathe bedeutet für mich immer Demütigung.”

Problem: Davon wusste am Berg erst mal niemand was. Weder die Konkurrenz, die eifrig an Gianluca vorbeistapfte, noch Ramin, der mit erprobten Engelszungen auf Gianluca einredete, überhaupt anzutreten. Und auch Christine Theiss ahnte nix, als sich Gianluca oben, nachdem er seine erste – falsche – Lösung präsentiert hatte, zum “Chillen” in den Schnee legte und verweigern wollte.

Stolz auf Erfolge: “Ich fühl mich einfach nicht mehr fett!”

Verweigern in der letzten Challenge? Das geht mit Christine Theiss gar nicht. “Du trittst deinen Trainern mit Anlauf in die Fresse”, stauchte sich Gianluca zusammen. “Der hat sich benommen, wie ein bockiger Teenie.” Immerhin, Gianluca machte weiter, allerdings als pure Konditionstrainingseinheit, mit Rechnen war nix. Für ihn war “3x (386-287) + 164 – 72” einfach zu schwer. Für Ole auch! Der stakste mehrfach den Berg hoch und runter, um sich einiger Zahlen zu vergewissern, sehr zur Freude des ebenfalls orientierungslosen Gianluca: “Ole und ich hätten auch ‘n Kaffeekränzchen machen können.”

In der Tat: Als sie noch herumirrten, hatte Sonja (Christine: “‘The Brain’ hat wieder zugeschlagen!”) schon lange gelöst (389) und als Siegerin 1,5-Bonuskilo kassiert. Eine gefühlte Ewigkeit später (Ramin: “Das war doch keine Quantenphysik!”) holte sich Jessica Platz zwei (1 Bonuskilo), knapp vor Luca (800 Bonusgramm). Ole war enttäuscht (“War nit meine Challenge, hab mich blamiert”), Gianluca war erleichtert: “Mäuschen, ich entscheide selbst, wann ich Mathe mach und wann nicht.”

Abends am Lagerfeuer war die Stimmung wieder gut (Gianluca: “Ich bin so stolz auf euch, dass ihr es mit mir aushaltet”), mit Petra und Ramin wurde es nostalgisch, als man “die lange, einmalige Reise” Revue passieren ließ. Sonja: “Ich bin Ramin und TBL so dankbar. Ich fühl mich einfach nicht mehr fett. Ich muss mich nicht mehr in Grund und Boden schämen.” Nein, das muss keiner mehr. Alle verloren viele Kilos und gewannen direktproportional neues Selbstwertgefühl. Und mit dem ging es auf die letzte Waage!

Ein Sieger steht schon fest: Der Siegercoach heißt Ramin!

In der Schlossruine Ehrenberg fiel die Entscheidung. Ein Halbfinalist erlebte “kurz vor dem Ziel” sein bitteres Aus. Und es traf – Jessica. Die hatte zwar 2,5 Kilo in einer Woche abgenommen, kam aber trotz ihres riesigen Bonus aus den Challenges “nur” auf eine proportionale Gewichtsabnahme von 4,89 Prozent.

Zuletzt war es ein Bauch-an-Bauch-Rennen zwischen ihr und Ole, Gianluca (7,76 Prozent dank sensationeller 6,1 in einer Woche verlorenen Kilogramm), Sonja (6,86 Prozent) und Luca (5,76 Prozent) waren da schon sichere Finalisten. Aber Ole hatte zwar viel abgespeckt (44,7 Kilo), aber nur 800 Gramm Bonus abgestaubt. Er sah sich schon daheim, und nicht nur er. Trainer Ramin stöhnte: “Oh, das reicht nicht, Ole muss gehen, das ist eine Katastrophe!”

Wie gut, dass nicht nur Gianluca keine Ahnung von Mathe hat. Ramin (“Ich habe in meinem Matheabi null Punkte geschrieben!”) auch nicht. Denn die 800 Gramm Bonus reichten “locker” – Ole kam auf 5,4 Prozent. Ole ist drin, Jessi ist draußen. Und damit, erstmals seit vielen Jahren, stehen nur Blaue im Finale. Egal, wer gewinnt – es wird ein Schützling von Ramin sein!

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