"Wer wird Millionär?"-Kandidatin kratzt an 500.000 Euro

Für “Wer wird Millionär?” braucht es manchmal ein bisschen Wissen und ein bisschen Glück. Günther Jauch trifft nach der Sommerpause auf eine Kandidatin, die von beidem viel hat und dazu noch kesse Sprüche auf den Lippen.

Die “Wer wird Millionär?”-Sommerpause 2021 ist vorbei. Nach einem verkürzten Durchschnaufen lädt Günther Jauch endlich wieder zum Raten ein. Und erneut mit am Start ist die Wahl-Berlinerin Cornelia Schubert. Die Kandidatin aus der letzten Folge vor der Sommerpause, die in ihrem Leben bereits als Sekretärin, Putzfrau, Kassiererin, Köchin, Kioskverkäuferin und Videothekarin tätig war, hat auch nichts von ihrem unterhaltsamen Frühsommer-Elan verloren.

Ganz im Gegenteil. Während sich andere Teilnehmer ihren Auftritt in der begehrten Rate-Show ganz dick im Kalender anstreichen, nimmt Cornelia ihre erneute Einladung ganz gelassen: “Ich hatte ja sonst nix zu tun”, gesteht die Kandidatin.

Bereit für den großen Auftritt: Cornelia Schubert aus Berlin reibt sich vorfreudig die Hände. (Quelle: TVNOW Stefan Gregorowius)

Wie groß ist Brad Pitt?

Günther Jauch mimt ebenfalls den Entspannten und lässt die Anwesenden im Studio und seine Kandidaten auch gar nicht lange warten. Für 32.000 Euro geht es um das angloamerikanische Maßsystem. Schnell ist die Debüt-Frage des Abends erfolgreich beantwortet. Die Maße eines gewissen Brad Pitt könnte man in der Tat auch mit “5ft 11in” (1,80 m) angeben. Günther Jauch ist verdutzt und beeindruckt zugleich: “Tja, kann ja nicht jeder so groß sein wie Sie”, nimmt Cornelia Schubert den Hollywoodstar in Schutz.

Schon vor dem ersten Werbeblock ist die passionierte Berufe-Sammlerin voll in ihrem Element – sehr zur Freude des Gastgebers und der Zuschauer daheim vor den TV-Geräten. “Sie können doch als Kioskverkäuferin alle Zeitungen für umme lesen, oder?”, fragt Günther Jauch. “Ja, schon. Aber die Kunden stören mich immer beim Lesen”, verrät Cornelia Schubert. Ja, so ein Kiosk-Verkäuferinnen-Dasein hat schon auch seine Schattenseiten. Gut, dass man sich dabei aber wenigstens eine locker flockige Attitüde aneignet, die einem in Drucksituationen genug Luft zum Atmen verschafft.

“Die Luft wird dünn”

Cornelia Schubert bekommt auch bei der 64.000-Euro-Frage keinen hohen Puls. Wenn 75 Prozent der Studiogäste der Meinung sind, dass ein sogenanntes “Briefträgerkissen” nach einer ganz bestimmten OP zum Einsatz kommt, dann wird das schon stimmen, denkt sich die tiefenentspannte Kandidatin. Und so ist es dann auch.

Kurz vor der 125.000-Euro-Frage gibt Günther Jauch zu bedenken: “Jetzt wird die Luft langsam dünn.” Die Kandidatin lässt sich aber weder von einem immer hibbeliger werdenden Moderator noch von einer möglichen Gewinnsumme im sechsstelligen Bereich aus der Ruhe bringen. “Wer ist auf seinem bekanntesten Porträt mit dem Manuskript der Missa Solemnis zu sehen?”. Zur Auswahl stehen die Antwortmöglichkeiten “Martin Luther”, “Karl Marx”, “Napoleon Bonaparte” und “Ludvig van Beethoven”. Schubert trifft eine Entscheidung: “Ich nehme den Ludvig, ohne Joker!”

“Kein Hirn, kein Herz, keine Eier!”

Wenige Sekunden später schlägt Günther Jauch erstaunt die Hände vors Gesicht. Richtig! Für 500.000 Euro bedarf es nun eine Prise politisches Wissen. Es ist der Moment, in dem sich vor den Augen von Cornelia Schubert zum ersten Mal so etwas wie eine imaginäre Hürde aufbaut: “In Bezug auf Politiker hat mir ein befreundeter Chirurg mal gesagt: Die haben Kein Hirn, kein Herz und keine Eier. Wissen sie was, Herr Jauch: Ich höre auf!”

So geht es natürlich nicht, denkt sich der Format-Chef: “Nix da, erstmal nehmen Sie Ihren Telefonjoker!”, schallt es fast schon empört durchs Studio. Nun, der Mann am Telefon, der sich “keinen Druck” machen soll, weiß aber auch nicht weiter. Und so wechseln schlussendlich satte 125.000 Euro den Besitzer – eine Tatsache, die Cornelia Schubert in punkto Glückseligkeit fast erfüllt.

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Aber eben nur fast: “Wie gern hätte ich mir noch die Million-Frage angehört”, schluchzt die Kandidatin. Gut, dass einer wie Günther Jauch immer ein verbales “Trostpflaster” aus dem Ärmel ziehen kann: “Ach Frau Schubert, wenn wir uns irgendwann noch einmal über den Weg laufen sollten, dann lass ich mir eine Frage für sie einfallen.”

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